Erweiterung und Umbau des Ev. Kindergarten in Wittstock

Nach gut zweijähriger Vorbereitungsphase können die Bauarbeiten im Januar 2018 beginnen. Im ehemaligen Beginenhaus, in dem seit über 100 Jahren unser Kindergarten untergebracht ist, werden neue zusätzliche Räume für Kinder ab dem 1. Lebensjahr geschaffen. Bestehendes wird zeitgemäß und unter energetischen Gesichtspunkten saniert, die Barrierefreiheit des Obergeschosses hergestellt und ein zweiter Rettungsweg errichtet. Diese Maßnahmen schaffen eine dringend benötigte Kapazitätserweiterung auf dann 50 Kindergartenplätze und die erforderliche Sicherheit für Kinder und Erzieherinnen. Möglich ist der Umbau und die Erweiterung durch ein Programm des Landes Brandenburg und eine Förderung der ILB (Investitions- und Landesbank) über  600.000 €. Mindestens ebenso viel müssen wir als Kirche aufbringen.

Die Bauarbeiten dauern exakt ein Jahr. Wir sichern mit dem Umbau und der Erweiterung die Zukunft des Kindergartens und damit eines wichtigen kirchlichen Arbeitsfeldes, auf dem das Evangelium in Wort und Tat weitergegeben wird.
Damit die Bauarbeiten beginnen können, müssen die Bienen ihren Korb verlassen und zeitweise umziehen. Der Kindergarten wird in der Zeit des Umbaus im Catharina-Dänicke-Haus zu Gast sein. Die gesamte untere Etage inklusive der Ratswaage wird zu Gruppen- und Schlafräumen umfunktioniert. Einzig der Weltladen bleibt im Erdgeschoss von dieser Veränderung unberührt.
Für alle Gemeindegruppen und Kreise, die sich hier in den letzten zwei Jahren versammelt haben, bedeutet dies, dass sie für ein Jahr ausweichen müssen. Alle regelmäßigen und besonderen Veranstaltungen, die bisher in der unteren Etage des Catharina-Dänicke-Hauses beherbergt waren, müssen im Jahr 2018 an anderen Orten stattfinden.
Wir haben bereits Ausweichmöglichkeiten in Aussicht. Da die obere Etage des Catharina-Dänicke-Hauses von dem Kindergartenumzug nicht betroffen ist, stehen weiterhin das Musikzimmer und die Teeküche zur Verfügung. Der Martinsraum in der St.-Marien-Straße 8 wird  wieder stärker in den Blick geraten. Vereinzelte Räume am Kirchplatz 2 können im neuen Jahr auf Anfrage ebenso genutzt werden. Die verschiedenen Raumnutzungen ab Januar 2018 werden sich gewiss einspielen. Gemeinsam finden wir geeignete Lösungen für Ihre Kreise und Gruppentreffen. Wenden Sie sich mit Ihren Fragen bitte gern direkt an Frau Buro im  Gemeindebüro bzw. an Superintendent Puppe.

Für die
Gesamtkirchengemeinde Wittstock
Matthias Puppe

Kirchliches Programm und Schauplatz zu LAGA 2019

Die Stadt Wittstock richtet 2019 die Landesgartenschau aus. Sie hatte darauf hingearbeitet und wurde vor einem Jahr auserkoren. Wir sind dabei – als Gesamtkirchengemeinde Wittstock und als Kirchenkreis Wittstock-Ruppin. Die St.-Marien-Kirche, der Kirchplatz und der Pfarrgarten bilden den geografischen Mittelpunkt und sind in das Laga-Konzept eingebunden.
Unter dem Leitgedanken „...dass ich dir stetig blühe“ wird die kirchliche Beteiligung spirituelle, musikalische und thematische Akzente setzen. Der Kirchraum St. Marien ist gestaltgewordener Glaube und Feierraum zugleich. Bild- und Schnitzwerk, Skulpturen und gotischer Bau selbst zeugen von dem, was Menschen geglaubt und gedacht haben und bis heute glauben und denken. Dieses gilt es, zu entdecken und aufzuschließen. Zugleich ist die Kirche ein lebendiger Feierort unserer Gemeinde. Das wird auch 2019 so sein. Mit einem Gottesdienst werden wir das ca. 150-tägige kirchliche Begleitprogramm beginnen, täglich Andachten feiern und gestaltete Räume anbieten, die inspirieren, in die Stille führen und dem Geist und der Seele Nahrung geben. Ein vielfältiges musikalisches Programm lädt ebenso ein wie die Auseinandersetzung mit aktuellen schöpfungs- und friedensethischen Fragestellungen.
Der zehnte Jahrestag der Befreiung der Heide am 9. Juli 2019 – und damit verbunden, die Entwicklung dieses riesigen ehemals militärisch genutzten Areals – werden uns ebenso beschäftigen wie ein nachhaltiger Umgang mit unseren Lebensgrundlagen.
Ein Programm für die erwarteten 380.000 Besucherinnen und Besucher zu gestalten, ist eine riesengroße Aufgabe für uns als Kirche und für unsere vielen Partnerinnen und Partner. Seit dem 1. April 2017 koordiniert Beate Corbach (Berlinchen) als Beauftragte des Kirchenkreises unsere kirchlichen Vorbereitungen, gleicht diese mit den Planungen der Stadt ab und übernimmt die wichtige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Ihr zur Seite stehen viele ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende aus Gemeinde und Kirchenkreis. Nur mit all diesen werden die vielen Ideen weiterentwickelt und umgesetzt werden können. Auf diesem Grund und Boden, kann und wird vieles wachsen und gedeihen.

Superintendent Matthias Puppe