Ökumenischer Umweltpreis 2017

Der Evangelische Kirchenkreis Wittstock-Ruppin engagiert sich seit Jahren für eine CO2-Reduzierung in Gemeinden und Einrichtungen. Die Kirchengemeinden sind mit ihren 82 Kirchgebäuden, diversen Pfarr- und Gemeindehäusern und darin befindlichen Büros große Energieverbraucher. Der Pfarrdienst der 26 Mitarbeitenden konnte bisher nur durch die Nutzung privater Kraftfahrzeuge wahrgenommen werden. Der öffentliche Nahverkehr ist in unserem Landkirchenkreis an der Grenze zu Mecklenburg so gut wie nicht existent. Fahrten zu Gottesdiensten und Hausbesuchen, zu Konventen und Dienstberatungen sind nicht ohne klimaschädliche Fahrzeugnutzung möglich.
Der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin hat sich im Herbst letzten Jahres entschieden, Elektromobilität verbunden mit einem Carsharing-System für 2 Jahre zu erproben.

 

Die Gesamtkirchengemeinde Wittstock sollte der Erprobungsort werden. Hier gab es die günstigsten Voraussetzungen:

  1. Der Gemeindekirchenrat hatte bereits einen Sammelvertrag über die Stromlieferung mit Greenpeace Energy eG (20 Abnahmestellen) abgeschlossen.
  2. Die Gesamtkirchengemeinde Wittstock besitzt einen Hof mit freier Garage und Starkstromanschluss für eine Wall-Box zur Schnellladung und einer regulären Schuko-Steckdose.
  3. Mehrere Büros und Dienstwohnungen befinden sich in unmittelbarer Nähe des E-Mobil Standortes. Für 6 Mitarbeitende ist die Garage in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.
  4. Die Mitarbeitenden sind über einen Outlook-Kalender miteinander vernetzt, was Carsharing ermöglicht und die Planung des E-Mobileinsatzes vereinfacht. 


Im Herbst 2016 beschloss der Kreiskirchenrat die Anschaffung eines rein elektrisch betriebenen Nissan –Leaf mit einer Leistung von 30 kW und einer Reichweite von ca. 240 km. Dieser Dienstwagen wird seit März 2017 zur zweijährigen Erprobung von Elektromobilität im Pfarrdienst eines Landkirchenkreises genutzt.