Liebe Leserinnen und Leser, als Anfang des Jahres die Corona-Pandemie zu uns nach Deutschland herüberschwappte, dachten viele, dies wäre eine vorübergehende Erscheinung, da müssten wir eben durch und danach wäre alles wieder wie zuvor. Dass sich dies als Irrtum entpuppte, wissen wir inzwischen. Die Vorsichtsmaßnahmen, die die Fachleute dringend empfehlen, werden uns wohl noch lange begleiten. „Wie geht ihr denn als Kirche damit um?“, werde ich häufig gefragt. Die Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Eine Reihe von Problemen müssen bedacht werden. Denken wir nur daran, Auch in den Gotteshäusern müssen ja die Sicherheitsabstände eingehalten werden. Da kann es vorkommen, dass eine Kirche ganz schnell als „voll“ anzusehen ist, obwohl noch viele Plätze leer sind. Am heutigen Sonnabend z. B. wollten wir die Einweihung der restaurierten Orgel in der Borker Kirche vornehmen. Sie war schon so lange nicht mehr spielbar, dass es niemanden mehr gab, der sich an ihren Klang noch erinnern konnte. Doch bei aller Freude darüber – die Einweihung muss ausfallen. Nur in einem ganz kleinen Kreise werden wir die Orgel zu hören bekommen, während die „richtige“ Einweihung erst im kommenden Jahr vorgenommen werden kann – vorausgesetzt, es gibt dann keinen Grund mehr für Einschränkungen. Ähnliches wird man wohl aus jeder Gemeinde berichten können. Ich plädiere deshalb dafür, möglichst viele Zusammenkünfte ins Freie zu verlegen. Bei einer Orgeleinweihung ist das schlecht möglich, aber fast alle anderen Gottesdienste könnten auf diese Weise gefeiert werden. Ein geeigneter Platz findet sich an jedem Ort und ein paar Bänke oder Campingstühle sind schnell organisiert. Schön ist, dass man hier nicht auf das in geschlossenen Räumen problematische Singen verzichten muss. Aber ist denn jedes Kirchengelände für solche Freiluftveranstaltungen geeignet? Das ist gar nicht nötig, treffen kann man sich fast überall. Es ist noch gar nicht lange her, dass im Herzsprunger Pfarrhof ein Taufgottesdienst stattfand. In den Papenbrucher Pfarrgarten wird schon seit einiger Zeit zu Gesprächsrunden über die Bibel eingeladen, demnächst werden wir uns auch hier zum Gottesdienst treffen. In Blandikow könnte es der Hof der DörBB-Tenne sein, wo Gottesdienst gefeiert wird. Auch Einladungen auf private Grundstücke von Gemeindegliedern sind möglich. Und wenn es stürmt oder regnet? Gut wäre es, eine Ausweichmöglichkeit zu haben. Anderenfalls müsste der Gottesdienst eben ausfallen. Natürlich würden sich alle freuen, wenn uns unsere Kirchen wieder ohne Einschränkungen zur Verfügung stünden. Wann das soweit ist, weiß jedoch niemand. Doch die christliche Gemeinde hat schon vor größeren Herausforderungen gestanden als der jetzigen. Und dessen darf sie sich gewiss sein: Wo auch immer und unter welchen Bedingungen Gottesdienst gefeiert wird. Gott ist gegenwärtig und wird uns die nötigen Wege weisen. Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag! Ihr Pfarrer Berthold Schirge aus Papenbruch

Predigten
DatumPredigt
14.06.20201. Sonntag nach Trinitatis
31.05.2020Pfingsten*
21.05.2020Himmelfahrt
17.05.2020Rogate
10.05.2020Kantate
03.05.2020Jubilate
26.04.2020Misericordias Domini
19.04.2020Quasimodogeniti
12.04.2020Osterpredigt
10.04.2020Karfreitag
09.04.2020Gründonnerstag
05.04.2020Palmsonntag
01.04.2020Lösegeld
29.03.2020Judika
26.03.2020Demut in der Krise
22.03.2020Gedanken zu Corona

*Hinweis: Die Pfingstandacht enthält ein urheberrechtlich geschütztes Foto. Weitere Informationen dazu unter (c) Can Stock Photo / Epitavi

Glaubensgespräche
DatumGespräch
27.05.2020Geh, Abraham geh
13.05.2020Begegnung mit Gott
06.05.2020Emmaus
29.04.2020Wo gehen wir hin?
22.04.2020Der Herr ist mein Hirte
15.04.2020Gedanken zu Quasimodogeniti