Monatsspruch

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. (Off. 21,2)

anGedacht Oktober/ November 2018

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Ein gefällter Stamm. Vermutlich liegt  er schon länger, denn die Rinde beginnt sich abzulösen und das Holz beginnt zu reißen. Ich bin fasziniert von den Ringen, die trotz der Schnittmarken der Säge so gut und klar zu erkennen sind. Für jedes Jahr ein Ring. Ich bemühe mich zu zählen, vertue mich dabei, denn das gleichmäßige Muster erschwert das Zählen. Ich komme auf mehr als 70 Ringe, die letzten sind für mich nicht mehr so deutlich zu erkennen.

Warum ist dieser Baum gefällt worden? Nahm er den anderen, die hochwachsen sollten, das Licht und den Boden? Immerhin durfte er so lange wachsen; wenn ich dazu im Vergleich an Holzstapel mit Baumstämmen ganz unterschiedlicher Stärken denke, die jetzt wieder an den Wegrändern der Wälder zu finden sind.

In der Schule habe ich gelernt, dass diese Ringe deswegen unterschiedlich breit sind, weil es eben unterschiedliche Wachstumsbedingungen pro Jahr gibt; ist es ein gutes Jahr mit dem entsprechenden Verhältnis von Sonne und Regen, dann werden die Ringe breit, in mageren Jahren sind die Ringe schmal.

Jahresringe – ich weiß, dass es von alters her ein Bild für das menschliche Leben ist. Doch auch wenn es nicht originell ist, es zieht mich immer wieder in seinen Bann. Wie sehen bei mir die Jahresringe aus? Was waren die guten Jahre? Ich überlege, versuche, mich zu erinnern:

Das Jahr mit dem erfolgreichen Examen? Mein Hochzeitsjahr? Das Jahr mit dem unvergesslichen Urlaub? Und die schlechten Jahre, sind das die, die von Krankheit geprägt waren oder Trauer?

Aber was ist der Maßstab für ein gutes, für ein schlechtes Jahr? Ist es vielleicht so, dass auch bei mir das erst zu erkennen ist, wenn kein neuer Jahresring mehr dazukommt, ich gefällt bin wie ein Baum?

Und wie viele Jahresringe kommen noch dazu bei mir? Einer? Viele? Keiner mehr? Werde ich dann – wie man so sagt – vor der Zeit sterben – so wie die jungen Bäume hier im Bild?

Und kann ich austrocknen, tiefe Risse bekommen, noch während ich lebe, bevor ich gefällt bin und einfach nur noch daliege? Was hält mich grün? Lässt den Saft fließen und verhindert die Risse?

Die Lebenskraft? Die Liebe? Gott? So viele Fragen – Fragen nach dir, und auch an dich, Gott! Ob du mich Antworten finden lässt?

Dazu lädt uns das zuende gehende Kirchenjahr ein – lässt uns zurückblicken auf dieses Jahr mit seinen Höhen und Tiefen – gerade auch mit den Sonntagen der nächsten beiden Monate: von Erntedank über den Reformationstag, Hubertus, die Martinsfeste, Volkstrauertag, Buß-und Bettag bis zum Ewigkeitssonntag. Jeder dieser Tage wie ein eigener ‚thematischer‘ Ring zunächst mit der  Konzentration auf den Dank zur immer neuen Lebenszusage (reformatio=Erneuerung), die Verantwortung für die Schöpfung und den Nächsten, wie die Mahnung zum Frieden, die Kraft aus dem Gebet, der Ruf zur Umkehr mit Blick auf das Ziel – das Lebensziel in Gottes Ewigkeit!

Gesegnete Zeit wünsche ich Ihnen und uns im Suchen wie Finden!? Und schließe mit Gebetsworten von Jörg Zink:

Herr meiner Stunden und meiner Jahre, du hast mir viel Zeit gegeben. Sie liegt hinter mir und sie liegt vor mir. Sie war mein und sie wird mein. Ich danke dir für jeden Schlag der Uhr und für jeden Morgen, den ich sehe.

Ich bitte dich nicht, mir mehr Zeit zu geben. Ich bitte dich aber, dass ich mit viel Gelassenheit jede Stunde füllen kann

Ich bitte dich, dass ich ein wenig dieser Zeit freihalten darf von Befehl und Pflicht, ein wenig für die Stille, ein wenig für Menschen am Rande meines Lebens, die einen Tröster brauchen.

Ich bitte dich um Sorgfalt, dass ich meine Zeit nicht töte, nicht vertreibe, nicht verderbe. Jede Stunde ist ein Streifen Land. Ich möchte ihn aufreißen mit dem Pflug. Ich möchte Liebe hineinwerfen, Gedanken und Gespräche, damit die Frucht wächst.

Segne du meinen Tag!  AMEN

Gemeindeblatt

Lesen Sie hier die aktuellen Gemeindeblätter unserer Gesamtkirchengemeinde Temnitz mit dem Monatsspruch, Terminen, Veranstaltungen und Gottesdiensten.

Treffpunkte

Kirchenchor Temnitz

Kontakt: Harald Bölk 033920 / 695 02

Bläserchor Temnitz

Die Bläserchor-Proben finden jeden Dienstag um 18.30 Uhr im Pfarrhaus Walsleben statt. Der Bläserchor wünscht sich Verstärkung, ein Instrument kann gegebenenfalls gestellt werden.
Kontakt: Michael Lentz 033920/69216

Frauen- und Gesprächskreise

immer um 14 Uhr

Dabergotz: jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Krebs

Frankendorf: nach Vereinbarung (meist am 3. Donnerstag im Monat) Alte Schule
Kontakt: Frau Biohn 033924/70240

Gottberg: jeden 2. Donnerstag im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Groke 033928/70889

Katerbow: nach Vereinbarung (meist am 2. oder 3. Dienstag im Monat) in der Winterkirche
Kontakt: Frau Gentikow 033924/70260

Netzeband: nach Vereinbarung (meist am 2. oder 3. Dienstag im Monat) bei der Feuerwehr
Kontakt:  Frau Steege 033924/70262

Rägelin: bei Frau Nieradt
Kontakt: Frau Nieradt 033924/70135 & Frau Rensch 033924/70118

Walsleben: jeden letzten Donnerstag im Monat im Pfarrhaus
Ansprechpartnerin: Frau Leck 033920/ 69519 & Frau Schebesch 033920/ 69322

Wildberg (Kerzlin): jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Jaap 033928/70525 & Frau Speck

Gemeindekirchenrat

Der Gemeindekirchenrat der Gesamtkirchengemeinde Temnitz

Der Gemeindekirchenrat Temnitz setzt sich aus jeweils zwei Vertretern (gewähltes Mitglied und Stellvertreter) der einzelnen Ortskirchen zusammen. Stimmberechtigt in den Sitzungen sind jeweils nur die Mitglieder. Bei deren Abwesenheit ist automatisch der betreffende Stellvertreter stimmberechtigt. Des Weiteren haben selbstverständlich die hauptamtlich in der GKG tätigen PfarrerInnen eine Stimmberechtigung. Die Beratungen werden grundsätzlich von den gewählten Mitgliedern und den Stellvertretern in gemeinsamer Runde durchgeführt.

Der GKR Temnitz setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

Mitglieder Gemeindekirchenrat

Walsleben-Kränzlin: Günter Beier
Stellvertreter: Marco Voss
Temnitzpark: Ulrike Klame
Stellvertreter: Annette Wisch
Kerzlin-Wildberg: Ulrich Jaap
Stellvertreter: Heidi Ackermann
Temnitzquell: Ines Sattelmair
Stellvertreter: Frank-Arnim Pein
Manker-Temnitztal: nicht besetzt


Vorsitzender: Joachim Pritzkow
Stellvertreter: Pfarrerin Ann-Katrin Hamsch

Weitere Mitglieder des GKR (ohne derzeitiges Stimmrecht) sind:

  • Dorothea Plath (Katechetin)
  • Matthias Puppe (Superintendent)
  • Pfarrerin Christiane Schulz (Geschäftsführerin ESTAruppin e.V.)
  • Roswitha Döring (Regionalakademie)
  • Pfarrerin Ute Feuerstack (Konfirmandenunterricht)

Aufgaben des Gemeindekirchenrates

„Die Leitung der Kirchengemeinde obliegt dem Gemeindekirchenrat. (…) Unbeschadet des besonderen Auftrages, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienst der öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung haben, nimmt der Gemeindekirchenrat die Verantwortung der Kirchengemeinde für die schriftgemäße Verkündigung des Evangeliums wahr. Er berät regelmäßig die Situation der Kirchengemeinde, plant ihre Arbeit, sorgt für deren Durchführung und achtet auf gegenseitige Information in der Kirchengemeinde.“ beschreibt die Grundordnung der Landeskirche die Aufgaben der Gemeindekirchenräte. 

Wann sich die einzelnen Gremien treffen, erfahren Sie im Gemeindeblatt.