Monatsspruch August

Neige, HERR, dein Ohr und höre! Öffne, HERR, deine Augen und sieh her! 2 Kön 19,16 (E)

Angedacht –

Das Glaubensbekenntnis (Credo –Ich glaube)

Kaum ein Gottesdienst ohne Glaubensbekenntnis! Mal wird es gemeinsam gesprochen in alter oder neuer Form, mal gesungen als Glaubenslied – in Choralweise oder als modernes Jugendlied. So vielfältig und farbenfroh unser Glaube ist, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, ihn auszudrücken. Neuere Glaubensbekenntnisse lassen auf altbekannte Glaubensaussagen immer wieder mal frisches Licht fallen und deshalb schätze ich sie sehr. Aber dennoch möchte ich auf die alten gewachsenen Bekenntnisse nicht verzichten.

Durchgesetzt hat sich in unseren evangelischen Gottesdiensten das Apostolische Glaubensbekenntnis (Apostolikum). Es hat einen jahrhundertelangen Entstehungsweg hinter sich bis zu der Form, in der wir es heute kennen und gebrauchen. Sein Name geht auf die Legende zurück, dass die Jünger (Apostel) Jesu sich einigen wollten auf eine Basis von Kernaussagen, bevor sie sich trennten, um die Botschaft Jesu in die Welt zu tragen. Jeder von ihnen soll so eine Aussage dazu gefügt haben. Wahrscheinlicher ist wohl, dass unser heutiges Apostolikum seine Wurzeln in frühen Bekenntnissen der alten Kirche hat. Diese wurzeln in biblischen Aussagen, die vor allem auch bei Taufritualen abgefragt wurden. Letztlich fanden sie in langem Ringen um grundlegende Glaubensaussagen in die heutige Form und als Bekenntnisse in die Liturgie. Dieses Glaubensbekenntnis lernen Konfirmanden und Konfirmandinnen bis heute.

Das andere wichtige Bekenntnis - auch unserer Kirche - ist das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel. Dieses Bekenntnis ist auf der Synode von Chalcedon 451 n. Chr. nach langem Ringen als Bekenntnis der Christenheit anerkannt worden.  Es gilt bis heute als das ökumenische Bekenntnis, also von allen Christen im Wesentlichen anerkannt. In unseren Gottesdiensten kommt es nur gelegentlich zu hohen Feiertagen vor. Wir sollten es wiederentdecken als einen Schatz der Christenheit.

In beiden Bekenntnissen geht es um den einen, den dreieinigen Gott, der sich als Schöpfer und Vater in Jesus Christus und im Wirken des Heiligen Geistes zeigt und offenbart und in diesen drei Personen doch der eine und einzige Gott ist und bleibt. Dabei legt das Bekenntnis von Nizäa-Konstantinopel seinen Schwerpunkt auf die Frage, wie das Verhältnis der trinitarischen Personen zueinander ist, also wie Vater und Sohn und Heiliger Geist zueinander stehen. Das Apostolikum schärft eher den Blick für die Heilsgeschichte des einen Gottes als Schöpfer-Vater, mit dem Leben des Sohnes und durch das Wirken des Heiligen Geistes im Leben seiner Menschen.

Wenn wir diese alten und gewachsenen Worte als Bekenntnis sprechen und damit in ganz dichter Weise den wesentlichen Inhalt unseres christlichen Glaubens ausdrücken, stellen wir uns mitten hinein in die Vielzahl der Menschen, die durch die Wechselläufe der christlichen Geschichte hindurch vom Glauben bewegt, herausgefordert, verändert und getragen wurden bis heute und auch in der Zukunft. Sie alle, wir alle, sind die heilige christliche Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, wie es im dritten Artikel unseres Glaubensbekenntnisses heißt. Diese Gemeinschaft ist niemals statisch. Sie ist immer auf dem Weg durch Irrungen und Wirrungen, durch Schuld und Vergebung, durch Fragen und Erkennen, durch Scheitern und Neubeginn, durch Vergehen und Neuwerden in aller Vorläufigkeit zu dem einen all umfassenden Gott, der uns mit Leben beauftragt und in dem unser Ziel und unsere Vollendung liegt. In Jesus Christus ist er uns als Mensch nahe gekommen und ist mit uns durch die Höhen und Tiefen, durch die Schluchten und Abgründe des Lebens unterwegs. Er begleitet uns auch auf dem anstrengenden, mitunter sehr beschwerlichen Weg unseres Lebens. Der Lebens-und Glaubensweg scheint mir vergleichbar mit einem Aufstieg in den Bergen: Wir gehen diesen Weg nicht allein. Wir hoffen und vertrauen, wenn es schwer wird und nur Schritt für Schritt vorangeht, auf die wunderbaren Aussichten, Ausblicke, Atempausen, die unser Weg mit IHM bereithält. Sie lassen uns die Schönheit, die Weite, den Frieden und die Vollkommenheit seiner Zukunft, auf die wir zugehen, ahnen. Den Weg dorthin gilt es zu gestalten für jeden von uns und für die Kirche - immer wieder neu. Es gibt nicht das eine Rezept, wie es geht. Jede Zeit hat ihre Schwächen und Stärken, jeder muss in den eigenen Rhythmus finden, die jeweiligen Herausforderungen erkennen und Antworten finden. Das bedeutet, jeder muss herausfinden, wie die richtigen Schritte am besten gesetzt werden. Wie gut, dass andere den Weg schon vor uns gegangen sind. Sie haben helfende Wegzeichen und Hinweise hinterlassen. Von denen, die mit uns unterwegs sind, haben einige Erfrischungsstände am Weg aufgebaut. Es gibt Pausen, Mut machende Worte, Stärkung für Leib und Seele, Plätze zum Ausruhen und Innehalten, gute Gemeinschaft. Alle eint derselbe Geist, derselbe Wille, an das großartige Ziel zu gelangen, die Aussicht genießen zu können, zu erkennen, was wirklich groß und wichtig ist und was „nichtig und klein“. Pausen machen, Ballast abwerfen, der sich überlebt hat, den ich aber immer noch mitschleppe, mich stärken dürfen, froh darüber, dass ich nicht allein auf dem Weg bin, dass da einer mitgeht und mich immer wieder hinweist auf all das, was mich umgibt. Er verschafft mir auch eine Fülle von Begegnungen: Gemeinschaft der Heiligen. Hier und da stütze ich jemanden oder werde selbst gestützt. Und dann kommt der Gipfel, die Aussicht, der Überblick, die Einsicht, die Weite, in der alles mit allem zusammenhängt. Ich kann das sehen und verstehen, wenn ich unter dem Gipfel-Kreuz stehe und „…erkenne, wie ich erkannt bin…“ (1. Korinther 13). Paulus spricht da von der Liebe, die alles durchstrahlt und in ihren Glanz zieht. Da möchte man dann nicht mehr weg. Da ist dann Auferstehung und ewiges Leben…

Aber bis dahin ist noch viel zu tun und der Weg zu schaffen!!! Was uns dazu hilft? Unsere Erinnerungsstütze, unsere Glaubensbekenntnisse gehören auf jeden Fall dazu. Denn aus ihnen spricht viel mehr als nur Ringen um den „richtigen“ Glauben. Aus ihnen spricht viel gelebter und erfahrener Glaube, so viel Ermutigung, Vertrauen und Aussicht.

Deshalb haben sie ihren Platz in unserem Gottesdienst nach dem Evangelium (der guten Botschaft) oder nach der Predigt als unser „Ja“ zu Gottes Wort oder als Bekenntnis zur Taufe, verdichtete Zusammenfassung dessen, was unseren Glauben ausmacht. Und immer ist es Gebet, aus der Tiefe des Herzens, das uns verbindet im Geist mit allen Glaubenden zu allen Zeiten. Eine weltumspannende Gemeinschaft - Ökumene, Haus Gottes.  

Suchen Sie sich doch beide Bekenntnisse einmal selbst im Gesangbuch heraus! Lesen, sprechen und beten Sie sie und lassen Sie sich von diesen alten Worten bewegen und umfangen. Spüren Sie, dass Sie nicht allein sind in diesen Worten?

Ich wünsche es Ihnen und grüße Sie herzlich,

Ihre Ute Feuerstack

Gemeindeblatt

Lesen Sie hier die aktuellen Gemeindeblätter unserer Gesamtkirchengemeinde Temnitz mit dem Monatsspruch, Terminen, Veranstaltungen und Gottesdiensten.

Treffpunkte

Kirchenchor Temnitz

Die Chorproben finden jeweils am 2. und 4. Montag im Monat um 20.00 Uhr im Pfarrhaus Walsleben statt. (Ausser in den Ferien)

Kontakt: Harald Bölk 033920 / 695 02

Bläserchor Temnitz

Die Bläserchor-Proben finden jeden Dienstag um 18.30 Uhr im Pfarrhaus Walsleben statt. Der Bläserchor wünscht sich Verstärkung, ein Instrument kann gegebenenfalls gestellt werden.
Kontakt: Michael Lentz 033920/69 216

Kirche für Neugierige (KfN)

Jeden 4. Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr sind alle recht herzlich nach Walsleben eingeladen um miteinander über den Glauben, wichtige Texte der Christen, Fragen nach Inhalten und Formen des Gemeindelebens, sowie was sie im Leben und im Glauben bewegt ins Gespräch zu kommen.
Kontakt: Pfr. Alexander Stojanowic 0160/ 97 22 63 61

Frauen- und Gesprächskreise

immer um 14 Uhr

Dabergotz: jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Krebs

Frankendorf: nach Vereinbarung (meist am 3. Donnerstag im Monat) Alte Schule
Kontakt: Frau Biohn 033924/70240

Katerbow: nach Vereinbarung (meist am 2. oder 3. Dienstag im Monat) in der Winterkirche
Kontakt: Frau Gentikow 033924/70260

Rägelin: bei Frau Nieradt
Kontakt: Frau Nieradt 033924/70135 & Frau Rensch 033924/70118

Walsleben: jeden letzten Donnerstag im Monat im Pfarrhaus
Ansprechpartnerin: Frau Leck 033920/ 69519

Wildberg (Kerzlin): jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Jaap 033928/70525 & Frau Speck

Gemeindekirchenrat

Der Gemeindekirchenrat der Gesamtkirchengemeinde Temnitz

Der Gemeindekirchenrat Temnitz setzt sich aus jeweils zwei Vertretern (gewähltes Mitglied und Stellvertreter) der einzelnen Ortskirchen zusammen. Stimmberechtigt in den Sitzungen sind jeweils nur die Mitglieder. Bei deren Abwesenheit ist automatisch der betreffende Stellvertreter stimmberechtigt. Des Weiteren haben selbstverständlich die hauptamtlich in der GKG tätigen PfarrerInnen eine Stimmberechtigung. Die Beratungen werden grundsätzlich von den gewählten Mitgliedern und den Stellvertretern in gemeinsamer Runde durchgeführt.

Der GKR Temnitz setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

Mitglieder Gemeindekirchenrat

Walsleben-Kränzlin: Uwe Drößler
Stellvertreter: Joachim Pritzkow
Temnitzpark: Monika Pein
Stellvertreter: Annette Wisch
Kerzlin-Wildberg: Ulrich Jaap
Stellvertreter: Heidi Ackermann
Temnitzquell: Frank-Arnim Pein
Stellvertreter: Ines Sattelmair
Manker-Temnitztal: nicht besetzt


Vorsitzende:  Monika Ebeling
Stellvertreter:  Uwe Drößler

Weitere Mitglieder des GKR (ohne derzeitiges Stimmrecht) sind:

  • Dorothea Plath (Katechetin)
  • Matthias Puppe (Superintendent)
  • Pfarrerin Christiane Schulz (Geschäftsführerin ESTAruppin e.V.)
  • Roswitha Döring (Regionalakademie)

Aufgaben des Gemeindekirchenrates

„Die Leitung der Kirchengemeinde obliegt dem Gemeindekirchenrat. (…) Unbeschadet des besonderen Auftrages, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienst der öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung haben, nimmt der Gemeindekirchenrat die Verantwortung der Kirchengemeinde für die schriftgemäße Verkündigung des Evangeliums wahr. Er berät regelmäßig die Situation der Kirchengemeinde, plant ihre Arbeit, sorgt für deren Durchführung und achtet auf gegenseitige Information in der Kirchengemeinde.“ beschreibt die Grundordnung der Landeskirche die Aufgaben der Gemeindekirchenräte. 

Wann sich die einzelnen Gremien treffen, erfahren Sie im Gemeindeblatt.