Monatsspruch April

Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung. Kol 1,15 (E)

Angedacht

Auf das Psalmgebet folgt das „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist…“ Ein kurzer Gesang, der auf den häufig im Wechsel gebeteten Psalm folgt. Es ist ein gemeinsam gesungenes Lob auf den dreieinigen Gott, zu dem ich mit allem kommen kann, was mich in meinem Leben beschäftigt, der mich hört, versteht, mich trägt und birgt und unerschöpfliche Quelle der Kraft ist, wie es die Psalmen so vielfältig ausdrücken. Das IHM die Ehre gebührt und niemandem sonst, kann ich mit diesem Lobpreis in der Gemeinschaft der versammelten Gemeinde bekennen und IHM damit von Herzen „Danke“ sagen, dass ER für mich da war und auch in Zukunft da sein wird.

Dann folgt der Kyrieruf, das „Kyrie eleison“, das dreimal gesungen wird. Auf den griechischen Ruf des/der Liturg*in antwortet die Gemeinde mit der deutschen Übersetzung.

·       „Kyrie eleison" oder „Herr, erbarme dich"

·       „Christe eleison" oder „Christus, erbarme dich"

·       „Kyrie eleison" oder „Herr, erbarme dich".

Auch das Kyrie hat einen langen Entwicklungsweg hinter sich. Aus der griechischen Liturgie der Ostkirche als Erbarmungsruf der Gemeinde zwischen den Fürbitten, wurde er um 500 n. Chr. in die römische Liturgie aufgenommen und ist uns bis heute erhalten geblieben. Ich kann mich erinnern, das mir dieser Teil als Kind durch die fremde Sprache faszinierend war, aber dann zunehmend befremdlich wurde durch den Bittruf: „Erbarme dich“, den ich lange als unterwürfig und kleinmachend empfand. Welche Widerstandskraft und innere Stärke erwachsen kann aus dem tiefen Vertrauen in den einen, der als „Herr“ nicht kleinmacht und demütigt, sondern uns als Bruder an der Seite steht und uns zu wirklicher Menschlichkeit bestärken und befähigen möchte, hat sich mir erst viel später erschlossen. Was für ein Geschenk der frühen Christen durch all die Generationen der Geschichte hindurch bis zu uns heutigen: Sie haben den Huldigungsruf, der schon in der Antike für Herrscher und Gottheiten gebräuchlich war, mit dem dann die römischen Kaiser im Kaiserkult verehrt wurden, auf Jesus Christus übertragen. Damit machten sie deutlich, dass es keinem menschlichen Herrscher zusteht, den Platz Gottes zu beanspruchen. Der Kaiser, der weltliche Herrscher, bleibt, was er ist: Mensch und als solcher begrenzt in Macht und Möglichkeit. Was für ein mutiges und klares Bekenntnis, das bis heute all jenen Autokraten, Diktatoren, Despoten, die sich für unangreifbar halten, den Spiegel ihrer Menschlichkeit vor Augen hält und all jene, die das „Kyrie“ singen, daran erinnert, sich nicht von menschlichen Machtansprüchen blenden und einschüchtern zu lassen.

Mit dem „Kyrie“ huldigen wir allein dem, in dem sich Gott als Mensch gezeigt hat und wir gehen mit ihm ins Gespräch und bitten ihn, er möge sich unserer annehmen in allen Belangen unseres Lebens. Er möge uns vergeben und uns immer wieder zu einem neuen Anfang verhelfen. Er möge in allen Schwierigkeiten mit seiner Liebe, seiner Kraft und seinem Trost an unserer Seite sein und unsere Augen öffnen für die Momente, in denen sich genau das ereignet, auch durch hilfreiche Menschen oder ermutigende Erlebnisse.

An das „Kyrie“ schließt sich ein großer Lobgesang, das „Gloria in excelsis Deo“ („Ehre sei Gott in der Höhe“) an, das in der Passionszeit entfällt. Wir kennen das „Gloria“ aus der Weihnachtsgeschichte nach Lukas im 2. Kapitel als das Lob der Himmlischen Heerscharen, die Gott nach der Geburt Jesu preisen und den Menschen, die ihm folgen, Frieden verkünden. Das „Gloria“ wird aufgenommen und vertieft durch die erste bzw. zweite Strophe des Liedes „Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr“. Der Lobpreis Gottes weitet meinen Blick und öffnet ihn für das Geschenk, die Schönheit und Kostbarkeit des Lebens, für Hilfe, Bewahrung und Zuversicht, die Gott mir zuteilwerden lässt. Wenn ich mich auf den Lobpreis einlassen kann, dann wird mir bewusst, wie viel Gutes in meinem Leben ist, dass ich nicht allein mir verdanke, sondern ihm, in dem mein ganzes Leben wurzelt.

Das folgende Gebet schließt den Eingangsteil des Gottesdienstes ab und ist ein Gebet zur inneren Sammlung, deshalb auch Kollektengebet genannt. Mit Geldsammlung hat es aber nichts zu tun. Vielmehr mit der Konzentration und Ausrichtung der Beter*innen hin zu Gott. Hier kann ich Gott in kurzer Stille sagen, was mich bewegt und ihn bitten, dass er mich öffnet für sein Wort, mich seine Nähe erfahren lässt und mir Kraft und Einsicht schenkt, dass ich seinen Weg mit mir auch in der kommenden Zeit erkenne und nach seinem Willen lebe, so gut es mir irgend möglich ist.

Ute Feuerstack

Gemeindeblatt

Lesen Sie hier die aktuellen Gemeindeblätter unserer Gesamtkirchengemeinde Temnitz mit dem Monatsspruch, Terminen, Veranstaltungen und Gottesdiensten.

Treffpunkte

Kirchenchor Temnitz

Die Chorproben finden jeweils am 2. und 4. Montag im Monat um 20.00 Uhr im Pfarrhaus Walsleben statt. (Ausser in den Ferien)

Kontakt: Harald Bölk 033920 / 695 02

Bläserchor Temnitz

Die Bläserchor-Proben finden jeden Dienstag um 18.30 Uhr im Pfarrhaus Walsleben statt. Der Bläserchor wünscht sich Verstärkung, ein Instrument kann gegebenenfalls gestellt werden.
Kontakt: Michael Lentz 033920/69216

Frauen- und Gesprächskreise

immer um 14 Uhr

Dabergotz: jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Krebs

Frankendorf: nach Vereinbarung (meist am 3. Donnerstag im Monat) Alte Schule
Kontakt: Frau Biohn 033924/70240

Katerbow: nach Vereinbarung (meist am 2. oder 3. Dienstag im Monat) in der Winterkirche
Kontakt: Frau Gentikow 033924/70260

Rägelin: bei Frau Nieradt
Kontakt: Frau Nieradt 033924/70135 & Frau Rensch 033924/70118

Walsleben: jeden letzten Donnerstag im Monat im Pfarrhaus
Ansprechpartnerin: Frau Leck 033920/ 69519

Wildberg (Kerzlin): jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Jaap 033928/70525 & Frau Speck

Gemeindekirchenrat

Der Gemeindekirchenrat der Gesamtkirchengemeinde Temnitz

Der Gemeindekirchenrat Temnitz setzt sich aus jeweils zwei Vertretern (gewähltes Mitglied und Stellvertreter) der einzelnen Ortskirchen zusammen. Stimmberechtigt in den Sitzungen sind jeweils nur die Mitglieder. Bei deren Abwesenheit ist automatisch der betreffende Stellvertreter stimmberechtigt. Des Weiteren haben selbstverständlich die hauptamtlich in der GKG tätigen PfarrerInnen eine Stimmberechtigung. Die Beratungen werden grundsätzlich von den gewählten Mitgliedern und den Stellvertretern in gemeinsamer Runde durchgeführt.

Der GKR Temnitz setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

Mitglieder Gemeindekirchenrat

Walsleben-Kränzlin: Uwe Drößler
Stellvertreter: Joachim Pritzkow
Temnitzpark: Monika Pein
Stellvertreter: Annette Wisch
Kerzlin-Wildberg: Ulrich Jaap
Stellvertreter: Heidi Ackermann
Temnitzquell: Frank-Arnim Pein
Stellvertreter: Ines Sattelmair
Manker-Temnitztal: nicht besetzt


Vorsitzende:  Monika Ebeling
Stellvertreter:  Uwe Drößler

Weitere Mitglieder des GKR (ohne derzeitiges Stimmrecht) sind:

  • Dorothea Plath (Katechetin)
  • Matthias Puppe (Superintendent)
  • Pfarrerin Christiane Schulz (Geschäftsführerin ESTAruppin e.V.)
  • Roswitha Döring (Regionalakademie)

Aufgaben des Gemeindekirchenrates

„Die Leitung der Kirchengemeinde obliegt dem Gemeindekirchenrat. (…) Unbeschadet des besonderen Auftrages, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienst der öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung haben, nimmt der Gemeindekirchenrat die Verantwortung der Kirchengemeinde für die schriftgemäße Verkündigung des Evangeliums wahr. Er berät regelmäßig die Situation der Kirchengemeinde, plant ihre Arbeit, sorgt für deren Durchführung und achtet auf gegenseitige Information in der Kirchengemeinde.“ beschreibt die Grundordnung der Landeskirche die Aufgaben der Gemeindekirchenräte. 

Wann sich die einzelnen Gremien treffen, erfahren Sie im Gemeindeblatt.