Monatsspruch

Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte. 1.Kor 7,23 (L)

anGedacht Februar/ März 2020

Das 7. Gebot

Wenn in der elterlichen Erziehung nicht gänzlich was schiefgegangen ist, ist das siebte Gebot nach „Bitte!“ und „Danke!“ eine der wichtigen Verhaltensregeln die Kinder beigebracht bekommen und doch kommt es im Laufe eines Lebens vor, dass nicht nur die ersten beiden Regeln missachtet werden, sondern auch diese: „Du sollst nicht stehlen“.

Reflexartig sind wir da bei Sachdiebstahl. Das aber ist von der Entwicklung des Gebotes her erst die zweite Absicht. Die erste bedeutet: Du sollt keinen Menschenraub begehen! Dass diese Absicht untergegangen ist, oder nicht mehr ohne weiteres mitgedacht wird ist vielen Faktoren geschuldet. Einerseits wurde dieses Gebot lange und massiv von der vielbesitzenden Klasse zur Abwehr des „Diebstahls von unten“ benutzt. Martin Luther beklagt dies in der Auslegung des siebten Gebotes in seinem Großen Katechismus, auch in der entschärften Fassung, in etwa so, dass die Mächtigen, damit meint er nicht nur die römische Kirche seinerzeit, sondern auch weltliche Potentaten, mehrmals täglich ganz Deutschland ausplünderten und ungeschoren blieben, aber an den kleinen Dieben scharfes Urteil verübt wird.

Zurück zur ersten Absicht, dem Verbot des Menschenraubes. Das ist kein antikes oder generell ein Problem der Vergangenheit, Sklaverei wird immer noch von Menschen genutzt, um andere Menschen ohne eigenen Schaden oder Verlust, zu entwürdigen, auszunutzen, auszubeuten und mit ihnen als Ware, Geld zu erwirtschaften. Das Alte Testament bekennt sich deutlich zum siebten Gebot, in dem es die Sicherung der Freiheit des Nächsten hochschätzt, so weit, dass alle paar Jahre ein Jo(u)beljahr[1] ausgerufen wird. Dann können alle in der Sklaverei sich befindenden Israeliten wieder frei nach Hause gehen, wenn sie sich zum Beispiel in die Sklaverei verkaufen mussten und Besitz wieder an die ursprünglichen Besitzer zurückfällt, bzw. deren Erben. Die Sklaverei ist nicht abgeschafft, wer googlet kommt auf erschreckende Zahlen, von 27 Millionen Menschen bis 40 Millionen Menschen weltweit. Diese Menschen leben und arbeiten in Verhältnissen, die der Sklaverei ähneln, mehr als ein Drittel bis knapp die Hälfte aller Bundesbürger wären das in Zahlen (81.454.010). Jetzt wird, hoffe ich, niemand von ihnen sich Sklaven halten, diese gelten nicht als Menschen, sondern als Sache. Damit könnten wir ersteinmal aus dem Schneider sein. Ich sehe dieses Gebot in starker Beziehung zum Grundgesetzartikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Einen Menschen seiner Würde und seiner Freiheit zu berauben, ihn zu demütigen, absichtlich und mit negativen Absichten zu verletzen, physisch und psychisch, wird für mich genau in diesem Gebot verurteilt. Damit wäre das siebte Gebot ein weiteres biblisches Argument gegen jegliche Form von Ausbeutung und Diskriminierung, Straf-, Arbeits- und Umerziehungslager, oder Konversionstherapien bei nicht deutlich heterosexuell lebenden Menschen.

Letztlich lassen sich zwei Punkte festhalten. Erstens geht es dabei um den Menschen an sich, sein/ihr Menschsein und seine/ihre Würde nicht abzusprechen, oder sie erniedrigen. Zweitens hat jeder das Recht auf Eigentum, wenn es auch dem Wohl des Nächsten dient.

 

A. Stojanowic, Pfarrer



Gemeindeblatt

Lesen Sie hier die aktuellen Gemeindeblätter unserer Gesamtkirchengemeinde Temnitz mit dem Monatsspruch, Terminen, Veranstaltungen und Gottesdiensten.

Treffpunkte

Kirchenchor Temnitz

Die Chorproben finden jeweils am 2. und 4. Montag im Monat um 20.00 Uhr im Pfarrhaus Walsleben statt. (Ausser in den Ferien)

Kontakt: Harald Bölk 033920 / 695 02

Bläserchor Temnitz

Die Bläserchor-Proben finden jeden Dienstag um 18.30 Uhr im Pfarrhaus Walsleben statt. Der Bläserchor wünscht sich Verstärkung, ein Instrument kann gegebenenfalls gestellt werden.
Kontakt: Michael Lentz 033920/69216

Frauen- und Gesprächskreise

immer um 14 Uhr

Dabergotz: jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Krebs

Frankendorf: nach Vereinbarung (meist am 3. Donnerstag im Monat) Alte Schule
Kontakt: Frau Biohn 033924/70240

Katerbow: nach Vereinbarung (meist am 2. oder 3. Dienstag im Monat) in der Winterkirche
Kontakt: Frau Gentikow 033924/70260

Netzeband: nach Vereinbarung (meist am 2. oder 3. Dienstag im Monat) bei der Feuerwehr
Kontakt:  Frau Steege 033924/70262

Rägelin: bei Frau Nieradt
Kontakt: Frau Nieradt 033924/70135 & Frau Rensch 033924/70118

Walsleben: jeden letzten Donnerstag im Monat im Pfarrhaus
Ansprechpartnerin: Frau Leck 033920/ 69519

Wildberg (Kerzlin): jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Jaap 033928/70525 & Frau Speck

Gemeindekirchenrat

Der Gemeindekirchenrat der Gesamtkirchengemeinde Temnitz

Der Gemeindekirchenrat Temnitz setzt sich aus jeweils zwei Vertretern (gewähltes Mitglied und Stellvertreter) der einzelnen Ortskirchen zusammen. Stimmberechtigt in den Sitzungen sind jeweils nur die Mitglieder. Bei deren Abwesenheit ist automatisch der betreffende Stellvertreter stimmberechtigt. Des Weiteren haben selbstverständlich die hauptamtlich in der GKG tätigen PfarrerInnen eine Stimmberechtigung. Die Beratungen werden grundsätzlich von den gewählten Mitgliedern und den Stellvertretern in gemeinsamer Runde durchgeführt.

Der GKR Temnitz setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

Mitglieder Gemeindekirchenrat

Walsleben-Kränzlin: Uwe Drößler
Stellvertreter: Joachim Pritzkow
Temnitzpark: Monika Pein
Stellvertreter: Annette Wisch
Kerzlin-Wildberg: Ulrich Jaap
Stellvertreter: Heidi Ackermann
Temnitzquell: Frank-Arnim Pein
Stellvertreter: Ines Sattelmair
Manker-Temnitztal: nicht besetzt


Vorsitzender
Stellvertreter:

Weitere Mitglieder des GKR (ohne derzeitiges Stimmrecht) sind:

  • Dorothea Plath (Katechetin)
  • Matthias Puppe (Superintendent)
  • Pfarrerin Christiane Schulz (Geschäftsführerin ESTAruppin e.V.)
  • Roswitha Döring (Regionalakademie)

Aufgaben des Gemeindekirchenrates

„Die Leitung der Kirchengemeinde obliegt dem Gemeindekirchenrat. (…) Unbeschadet des besonderen Auftrages, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienst der öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung haben, nimmt der Gemeindekirchenrat die Verantwortung der Kirchengemeinde für die schriftgemäße Verkündigung des Evangeliums wahr. Er berät regelmäßig die Situation der Kirchengemeinde, plant ihre Arbeit, sorgt für deren Durchführung und achtet auf gegenseitige Information in der Kirchengemeinde.“ beschreibt die Grundordnung der Landeskirche die Aufgaben der Gemeindekirchenräte. 

Wann sich die einzelnen Gremien treffen, erfahren Sie im Gemeindeblatt.