Monatsspruch Juli

Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Psalm 42, 3

anGedacht Juni_Juli 2022

„Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des HERRN, so dass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und Ströme sie nicht ertränken.“ 

Hohelied 8, 6-7a

 

Was für ein Lebewort für den Monat Juni,

so sehr nimmt es die tiefste menschliche Sehnsucht auf – geliebt, gesehen, wertgeschätzt zu werden; wie sehr wünschen sich genau das die Paare auch in unseren Gemeinden, die an den Altar treten und den Bund für ihr gemeinsames Leben schließen. Eine kleine, wie ich finde, faszinierende Szene in all dem mittlerweile täglichen, alltäglichen Leid und den Kriegsberichten in der Ukraine und darüber hinaus fiel mir dabei wieder ein: Ein Mann und eine Frau feiern inmitten der Kriegstrümmer ihre Hochzeit und die Aufnahmen zeigen, wie er sie auf seinen Armen trägt und sie sich zärtlich küssen.

Ja, Liebe ist stark. Dieses Hochzeitspaar lebt vor, was uns der Vers im Hohelied sagt: "Die Liebe ist so stark wie der Tod." Das bedeutet, dass die Liebe die Stärke besitzt, alle Unwägbarkeiten des Lebens aus dem Weg zu räumen und darüber zu triumphieren. Dabei ist der Tod der größte aller Unwägbarkeiten. Und auch mit dem kann es die Liebe aufnehmen. Das Hochzeitspaar aus der Ukraine trotzt aller Gewalt und lässt sich nicht davon abbringen, seine Liebe öffentlich zu machen und zu zeigen, dass die tödlichen Gefahren um es herum die beiden nicht von dem leidenschaftlichen Ausleben ihrer großartigen Liebe abhalten können.

Das Liebespaar im Hohelied verwendet Bilder, um die gegenseitige Liebe auszudrücken: "Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm.“ Bis vor ein paar hundert Jahren wurden diese Siegel in großen Teilen der Welt benutzt, um die Echtheit von Briefen, Büchern oder Dokumenten nachzuweisen. Ein Siegel bezeugte die Autorität des Eigentümers und war oft das Symbol königlicher Macht.

Es gab zwei Arten von Siegeln: In Mesopotamien war die älteste Form gebräuchlich, nämlich Siegel, die an einer Kordel um den Hals getragen wurden. Damit hingen sie sozusagen direkt über dem Herz. Anderthalb tausend Jahre später erfand man in Ägypten die Siegelringe, die man am Finger, also „auf dem Arm“ trug. Im alten Israel, das direkt zwischen diesen beiden Kulturen lag, kannte man beides. Es ist nur natürlich, dass man diese wichtigen Gegenstände nahe bei sich trug. Verlor man sie, hatte man sämtliche Autorität und Macht verloren. Diebe konnten diese Macht missbrauchen und Chaos anrichten. So nah, wie man diese Siegel trug, wollten sich auch die Liebenden sein - im Herzen, und damit mit Verstand und Willen, sowie in der Hand, also mit Taten.

Bis heute ist das Herz das Symbol der Liebe. Im Herzen sind alle Gefühle vereint. Deshalb steht das Herz nicht nur für die Liebe, sondern für das ganze Leben. Die geliebte Person will in ihrer Ganzheit mit dem Partner bzw. der Partnerin für immer verbunden sein.

Der Arm, der auch in unserem Bibelvers genannt wird, steht dabei für die Aktivität. Ohne unsere Arme sind viele unserer Handlungen nicht möglich. Deshalb ist gut nachvollziehbar, dass der Verfasser des Hohelieds neben dem Herzen hier den Arm als weiteres Zeichen wählt. Die Geliebte möchte von ihrem Geliebten, ganz wie es das Hochzeitspaar aus der Ukraine getan hat, auf seinen Armen getragen werden. Und sie möchte, egal, was ihr Gegenüber gerade tut, ihm immer nahe sein und an seinem Tun teilhaben.

In dem Bibelvers geht es, wie im ganzen Buch des Hohelieds, um die zwischenmenschliche Liebe. Doch diese wäre endlich und unvollständig, wenn nicht Gott mit seiner Liebe immer wieder zu uns Menschen durchdringen würde und wir uns nicht auf diese Liebe stützen könnten.

Denn seine Liebe ist leidenschaftlich und wie ein verzehrendes Feuer! Er hat selber ihre zerstörerische Kraft erlebt. Er wurde von uns Menschen betrogen, verraten, enttäuscht. Wir haben die Beziehung, die Liebe, die uns mit ihm verbunden hat, getötet. Die einzige Macht, die stark genug war, uns von ihm zu trennen: der Tod. Doch dieser war trotz seiner Stärke, seiner Macht, nicht in der Lage, Gottes feurige Liebe aufzuhalten. Auf Golgatha wurde ein für alle Mal entschieden, welche Macht die Stärkere war. Eine Liebe, die sogar der Tod nicht aufhalten konnte. Eine Liebe, die ihr Leben für seine Freunde gab.

Jetzt bittet Gott uns – eine jede, einen jeden für sich: Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm! Trage meine Liebe, meine Autorität, meine königliche Macht, nahe bei dir, in deinem Willen, in deinen Taten!

Liebe mich mit deinem ganzen Herz, deiner ganzen Seele und mit all deiner Kraft! (5. Mose 6,5)

Lassen wir uns von diesem Feuer anstecken: glauben wir an die Liebe, trotz all der schrecklichen Bilder in unseren Tagen und hören nicht auf, allen Menschen Liebe entgegenzubringen.

 

Eine gesegnete Sommerzeit wünscht Ihnen Ihre Rose Möllhoff-Mylius

 

Gemeindeblatt

Lesen Sie hier die aktuellen Gemeindeblätter unserer Gesamtkirchengemeinde Temnitz mit dem Monatsspruch, Terminen, Veranstaltungen und Gottesdiensten.

Treffpunkte

Kirchenchor Temnitz

Die Chorproben finden jeweils am 2. und 4. Montag im Monat um 20.00 Uhr in der Kirche Walsleben statt. (Ausser in den Ferien)

Kontakt: Harald Bölk 033920 / 695 02

Bläserchor Temnitz

Die Bläserchor-Proben finden jeden Montag um 18.00 Uhr in der Kirche Walsleben statt. Der Bläserchor wünscht sich Verstärkung, ein Instrument kann gegebenenfalls gestellt werden.
Kontakt: Michael Lentz 033920/69 216

Kirche für Neugierige (KfN)

Jeden 4. Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr sind alle recht herzlich nach Walsleben eingeladen um miteinander über den Glauben, wichtige Texte der Christen, Fragen nach Inhalten und Formen des Gemeindelebens, sowie was sie im Leben und im Glauben bewegt ins Gespräch zu kommen.
Kontakt: Pfr. Alexander Stojanowic 0160/ 97 22 63 61

Frauen- und Gesprächskreise

immer um 14 Uhr

Dabergotz: jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Unger-Metzelthin

Frankendorf: nach Vereinbarung (meist am 3. Donnerstag im Monat) Alte Schule
Kontakt: Frau Hertzke

Katerbow: nach Vereinbarung (meist am 2. oder 3. Dienstag im Monat) in der Winterkirche
Kontakt: Frau Gentikow 033924/70260

Rägelin: bei Frau Nieradt
Kontakt: Frau Nieradt 033924/70135 & Frau Rensch 033924/70118

Walsleben: jeden letzten Donnerstag im Monat in der Kirche
Ansprechpartnerin: Frau Leck 033920/ 69519

Wildberg (Kerzlin): jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Jaap 033928/70525 & Frau Speck

Gemeindekirchenrat

Der Gemeindekirchenrat der Gesamtkirchengemeinde Temnitz

Der Gemeindekirchenrat Temnitz setzt sich aus jeweils zwei Vertretern (gewähltes Mitglied und Stellvertreter) der einzelnen Ortskirchen zusammen. Stimmberechtigt in den Sitzungen sind jeweils nur die Mitglieder. Bei deren Abwesenheit ist automatisch der betreffende Stellvertreter stimmberechtigt. Des Weiteren haben selbstverständlich die hauptamtlich in der GKG tätigen PfarrerInnen eine Stimmberechtigung. Die Beratungen werden grundsätzlich von den gewählten Mitgliedern und den Stellvertretern in gemeinsamer Runde durchgeführt.

Der GKR Temnitz setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

Mitglieder Gemeindekirchenrat

Walsleben-Kränzlin: Uwe Drößler
Stellvertreter: Joachim Pritzkow
Temnitzpark: Monika Pein
Stellvertreter: Annette Wisch
Kerzlin-Wildberg: Ulrich Jaap
Stellvertreter: Heidi Ackermann
Temnitzquell: Frank-Arnim Pein
Stellvertreter: Ines Sattelmair
Manker-Temnitztal: nicht besetzt


Vorsitzende:  Monika Ebeling
Stellvertreter:  Uwe Drößler

Weitere Mitglieder des GKR (ohne derzeitiges Stimmrecht) sind:

  • Dorothea Plath (Katechetin)
  • Matthias Puppe (Superintendent)
  • Pfarrerin Christiane Schulz (Geschäftsführerin ESTAruppin e.V.)
  • Roswitha Döring (Regionalakademie)

Aufgaben des Gemeindekirchenrates

„Die Leitung der Kirchengemeinde obliegt dem Gemeindekirchenrat. (…) Unbeschadet des besonderen Auftrages, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienst der öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung haben, nimmt der Gemeindekirchenrat die Verantwortung der Kirchengemeinde für die schriftgemäße Verkündigung des Evangeliums wahr. Er berät regelmäßig die Situation der Kirchengemeinde, plant ihre Arbeit, sorgt für deren Durchführung und achtet auf gegenseitige Information in der Kirchengemeinde.“ beschreibt die Grundordnung der Landeskirche die Aufgaben der Gemeindekirchenräte. 

Wann sich die einzelnen Gremien treffen, erfahren Sie im Gemeindeblatt.