Christus als Weltenrichter

Meditativer Text

    Ich begebe mich in die Kirche. Zunächst sehe ich einen Bischof. Ich gehe an ihm vorbei und schreite langsam in Richtung Altar. Die Bänke ziehen an mir vorbei und ich genieße die frische Luft und dieses besondere Gefühl. Als ich am Altar ankomme, bleibe ich einen Moment stehen und schaue mir alles ganz genau an. Ich drehe mich um und entdecke das große Schiff und die beeindruckende Orgel. Ich gehe langsam auf sie zu - zurück ins Schiff. Ich bemerke zu meiner Linken, wie Rechten je ein Triptychon. Zur Linken eins mit Spiegeln. Ich wende mich zunächst dem Rechten zu. Als ich genauer hinsehe, erkenne ich eine Skulptur von Christus. Sie scheint zu schweben. Dahinter befindet sich ein Gemälde. Die Statue ist eine Christusfigur. Sie sitzt auf einem Regenbogen und ihre Füße stehen auf zwei Köpfen. Sie stellt Christus als Weltenrichter beim jüngsten Gericht dar. In der rechten Ecke sieht man einen hellen Schein, der den Himmel symbolisiert. Dessen Gegenstück befindet sich in der linken Ecke und zeigt Verdammnis oder die Hölle. Das ist anders als üblich, um zu zeigen, dass die Bewertung von den Mächtigen der jeweiligen Zeit abhängt und eben leider nicht von Gott selbst. Christus sitzt auf der Erdkugel und richtet über die Toten und die Lebenden. Im Hintergrund sieht man unendliche Weite in einem hellen Blau.
    In Matthäus 25,40 sagt Christus: ,,Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für meinen geringsten Bruder getan habt, das habt ihr mir getan.“
    Das gilt auch heute, wenn man liebevoll mit seinen Mitmenschen umgeht, so erfährt man selbst Liebe, denn man ist Gott nah. Doch wer lieblos durch die Welt geht, wird Gott nie erfahren, denn Gott ist die Liebe.