anGedacht Juni - August

„Landebahn der Hoffnung“

Wenn die Tage kürzer werden und die Dunkelheit früher hereinbricht, beginnen in unseren Straßen und Häusern die Lichter zu leuchten. Advent – das ist die Zeit, in der wir das Licht wieder entdecken. Es ist mehr als bloße Dekoration, mehr als flackernde Gemütlichkeit. Die Lichter im Advent sind wie eine Landebahn für die Hoffnung. Sie leuchten in die Nacht hinein, als wollten sie sagen: Hier darf sie landen – die Hoffnung auf Frieden, auf Nähe, auf ein gutes Leben miteinander. In diesen Lichtern spiegelt sich die Sehnsucht der Menschen, dass etwas Neues kommen möge, dass Gott sich nicht abwendet, sondern sich aufmacht zu uns.

An Weihnachten landet diese Hoffnung tatsächlich. Sie kommt nicht mit Posaunen oder Macht, sondern als Kind – verletzlich, angewiesen, zukunftsoffen. In der Krippe von Bethlehem wird sichtbar: Die Zukunft Gottes kommt zu uns, mitten hinein in die Welt, so wie sie ist. Hoffnung bekommt ein Gesicht, eine Stimme, kleine Hände. Gott legt seine Zukunft in unsere Hände. Wer auf dieses Kind schaut, erkennt: Es ist möglich, dass alles neu beginnt – leise, aber wirklich.

In der Weihnachtszeit sind wir eingeladen, wie die Hirten von Bethlehem aufzubrechen. Sie ließen ihre Herden zurück und gingen hin, um den Grund ihrer Hoffnung zu sehen. Auch wir dürfen uns auf den Weg machen – zum Glauben, zum Vertrauen, zum Staunen. Und dann, erfüllt vom Licht der Hoffnung, dürfen wir weitergehen zu den Menschen, die uns begegnen. Wir dürfen ihnen sagen und zeigen: Es gibt Hoffnung auf ein gutes Leben miteinander. Gott ist da, mitten unter uns.

Zwischen der Weihnachtszeit und der Passionszeit liegen einige Tage, die wir im Kirchenjahr „normale Zeit“ nennen. Es sind Tage, an denen die Hoffnung bereits versucht, in unseren Alltag einzudringen – ihn zu durchdringen. Zwischen Terminen, Gesprächen, Müdigkeit und kleinen Freuden blitzt sie auf, leuchtet durch einen Riss im Grau, in einem Lächeln, in einer Geste, in einem unerwarteten Wort. So tastet sich die Hoffnung in unser Leben hinein, ganz unaufdringlich, aber beständig – bis sie Raum gewinnt, auch dort, wo wir sie kaum erwartet hätten.

Mit der Passionszeit verändert sich der Klang der Hoffnung. Sie wird tiefer, ernster, klarer. Jetzt ist Zeit, aus dem Weg zu räumen, was die Hoffnung hindert: Bitterkeit, Angst, Schuld, Gleichgültigkeit. Jesus geht den Weg des Leidens, um uns frei zu machen – damit nichts zwischen uns und der Liebe Gottes bleibt. Die Passion erinnert uns daran, dass Hoffnung nicht naiv ist. Sie kostet etwas. Aber sie bleibt stärker als der Tod.

So führt uns der Weg durch das Kirchenjahr von den ersten Adventslichtern über die Krippe, durch die Tage des Alltags bis zum Kreuz und darüber hinaus. Immer wieder leuchtet das eine auf: Hoffnung ist das Licht Gottes in unserer Dunkelheit. Und wo Menschen dieses Licht weitergeben, da wird die Welt heller – Schritt für Schritt, Haus für Haus, Herz für Herz.

Herzliche Grüße

Ihr Pfarrer Alexander Stojanowic

Gemeindeblatt

Lesen Sie hier die aktuellen Gemeindeblätter unserer Gesamtkirchengemeinde Temnitz mit dem Monatsspruch, Terminen, Veranstaltungen und Gottesdiensten.

Treffpunkte

Kirchenchor Temnitz

Die Chorproben finden um 19.00 Uhr im Gartenhaus Walsleben statt. (Ausser in den Ferien)

Termine sind im Gemeindebrief abgedruckt!

Kontakt: Harald Bölk 033920 / 695 02

 

Bläserchor Temnitz

Die Bläserchor-Proben finden jeden Montag um 18.00 Uhr in der Kirche Walsleben statt.

Der Bläserchor wünscht sich Verstärkung, ein Instrument kann gegebenenfalls gestellt werden.
Kontakt: Michael Lentz 033920/ 69 216

 

Frauen- und Gesprächskreise

immer um 14 Uhr

Dabergotz: jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Unger-Metzelthin 03391/ 50 27 29

Frankendorf: nach Vereinbarung (meist am 3. Mittwoch im Monat) Alte Schule
Kontakt: Frau Hertzke 033924/ 70 620

Walsleben: jeden letzten Donnerstag im Monat in der Kirche
Kontakt: Frau Schwarz 033920/ 69 510

Wildberg (Kerzlin): jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Jaap 033928/ 70 525

Gemeindekirchenrat

Der Gemeindekirchenrat der Gesamtkirchengemeinde Temnitz

Der Gemeindekirchenrat Temnitz setzt sich aus jeweils zwei Vertretern (gewähltes Mitglied und Stellvertreter) der einzelnen Ortskirchen zusammen. Stimmberechtigt in den Sitzungen sind jeweils nur die Mitglieder. Bei deren Abwesenheit ist automatisch der betreffende Stellvertreter stimmberechtigt. Des Weiteren haben selbstverständlich die hauptamtlich in der GKG tätigen PfarrerInnen eine Stimmberechtigung. Die Beratungen werden grundsätzlich von den gewählten Mitgliedern und den Stellvertretern in gemeinsamer Runde durchgeführt.

Der GKR Temnitz setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

Mitglieder Gemeindekirchenrat

Mitglieder Gemeindekirchenrat

Walsleben-Kränzlin: Joachim Pritzkow
Stellvertreter: /
Temnitzpark: Monika Pein
Stellvertreter: Annette Wisch
Kerzlin-Wildberg: Ulrich Jaap
Stellvertreter: Heidi Ackermann
Temnitzquell: Frank-Arnim Pein
Stellvertreter: Ines Sattelmair
Manker-Temnitztal: nicht besetzt


Vorsitzender:  Pfr. Alexander Stojanowic
Stellvertreter:  /
 

Weitere Mitglieder des GKR (ohne derzeitiges Stimmrecht) sind:

  • Dorothea Plath (Katechetin)
  • Carola Ritter (Superintendentin)
  • Pfarrerin Christiane Schulz (Geschäftsführerin ESTAruppin e.V.)
  • Roswitha Döring (Regionalakademie)

Aufgaben des Gemeindekirchenrates

„Die Leitung der Kirchengemeinde obliegt dem Gemeindekirchenrat. (…) Unbeschadet des besonderen Auftrages, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienst der öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung haben, nimmt der Gemeindekirchenrat die Verantwortung der Kirchengemeinde für die schriftgemäße Verkündigung des Evangeliums wahr. Er berät regelmäßig die Situation der Kirchengemeinde, plant ihre Arbeit, sorgt für deren Durchführung und achtet auf gegenseitige Information in der Kirchengemeinde.“ beschreibt die Grundordnung der Landeskirche die Aufgaben der Gemeindekirchenräte. 

Wann sich die einzelnen Gremien treffen, erfahren Sie im Gemeindeblatt.