Monatsspruch August

Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das
Leben haben und es in Fülle haben. Joh 10,10 (E)

anGedacht Juni - August

Was bleibt, wenn der Glaube nicht
mehr selbstverständlich ist?
Früher läuteten die Glocken und fast
alle wussten, warum. Heute wissen viele
noch, dass sie läuten – aber nicht mehr
unbedingt wofür. Und es gibt Menschen
die sich daran stören, dass sie seit Jahrhunderten
in unseren Dörfern läuten.
Christliche Sprache ist fremder und befremdlicher
geworden. Bibelverse tauchen
eher auf Kalenderblättern oder
bei Trauerfeiern auf als im Alltag. Viele
Menschen haben mit Kirche als Gemeinschaft
weniger Verbindung als mit dem
Gebäude und trotzdem spürt kaum jemand
nur Gleichgültigkeit.
Gerade hier in unseren Dörfern begegnen
mir Menschen, die nicht beten und
dennoch eine Kerze anzünden, wenn
jemand stirbt. Menschen, die seit Jahren
keinen Gottesdienst besuchen und
trotzdem sagen: „Irgendetwas muss es
doch geben.“ Hinter dieser Sehnsucht
steckt mehr als Nostalgie. Es geht um
die Frage, was trägt, wenn das Leben
brüchig wird. Krankheit, Einsamkeit,
Überforderung und die Nachrichten dieser
Zeit treiben diese Fragen kurzfristig
wieder an die Oberfläche, ist die „Krise“
überwunden gehts im „Normalmodus“
weiter.
Doch ich empfinde unsere Zeit deshalb
nicht nur als Verlustgeschichte. Der Glaube
ist hier seit nahezu einem dreiviertel
Jahrhundert keine gesellschaftliche
Selbstverständlichkeit mehr. Das macht
vieles schwierigerfür Christen. Tradition
trägt weniger, wenn sie überhaupt noch
vorhanden und verstanden ist. Kirchliche
Sprache erreicht weniger Menschen, sie
deshalb abzuschaffen und alles in eine
„gottlose“ und „unheilige“ Alltagssprache
zu übersetzen, hieße sich selbst
„mundtod“ zu machen. Sich mit alldem
aber ernsthaft auseinnaderzusetzen erzeugt
eine gewinnbringende Ehrlichkeit.
Niemand glaubt noch einfach, weil „es
eben dazugehört“. Wer heute glaubt,
sucht oft bewusst nach Sinn, Trost, Hoffnung
und Halt. Wer heute glaubt hat in
seinem Leben einen Scahtz der nicht der
Kurzfristigkeit des „heute bestellen und
morgen geliefert bekommen“ gleichzusertzen
ist. Wer heute glaubt hat sich auf
eine lebenslangen Weg mit allem was es
unterwegs geben kann begeben.
Darum braucht Kirche aus meiner Sicht
weniger fromme Fassade und Wunschdenken
und mehr echte Begegnung.
Weniger schnelle Antworten und mehr
Zuhören und Hinsehen. Mehr Räume, in
denen Menschen mit ihren Fragen kommen
dürfen, ohne vorher religiös perfekt
sein zu müssen.
Denn Gott verschwindet nicht einfach,
nur weil weniger Menschen selbstverständlich
von ihm reden. Die Sehnsucht
nach Leben, nach Trost und nach einem
Sinn, der größer ist als der eigene Alltag,
bleibt. Und oft beginnt genau dort ein
neuer Zugang zum Glauben.


Mit herzlichen Segenswünschen
Ihr Pfarrer Alexander Stojanowič

Gemeindeblatt

Lesen Sie hier die aktuellen Gemeindeblätter unserer Gesamtkirchengemeinde Temnitz mit dem Monatsspruch, Terminen, Veranstaltungen und Gottesdiensten.

Treffpunkte

Kirchenchor Temnitz

Die Chorproben finden jeden 2. und 4. Donnerstag um 19.00 Uhr im Gartenhaus Walsleben statt. (Ausser in den Ferien)

Termine sind im Gemeindebrief abgedruckt!

Kontakt: Harald Bölk 033920 / 695 02

 

Bläserchor Temnitz

Die Bläserchor-Proben finden jeden Montag um 18.00 Uhr in der Kirche Walsleben statt.

Der Bläserchor wünscht sich Verstärkung, ein Instrument kann gegebenenfalls gestellt werden.
Kontakt: Michael Lentz 033920/ 69 216

 

Seniorenkreise

immer um 14 Uhr

Dabergotz: jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: Frau Unger-Metzelthin 03391/ 50 27 29

Frankendorf: nach Vereinbarung (meist am 3. Mittwoch im Monat) Alte Schule
Kontakt: Frau Hertzke 033924/ 70 620

Walsleben: jeden letzten Donnerstag im Monat in der Kirche
Kontakt: Frau Schwarz 033920/ 69 510

Wildberg (Kerzlin): jeden 2. Mittwoch im Monat in der Winterkirche
Kontakt: 

Gemeindekirchenrat

Der Gemeindekirchenrat der Gesamtkirchengemeinde Temnitz

Der Gemeindekirchenrat Temnitz setzt sich aus jeweils zwei Vertretern (gewähltes Mitglied und Stellvertreter) der einzelnen Ortskirchen zusammen. Stimmberechtigt in den Sitzungen sind jeweils nur die Mitglieder. Bei deren Abwesenheit ist automatisch der betreffende Stellvertreter stimmberechtigt. Des Weiteren haben selbstverständlich die hauptamtlich in der GKG tätigen PfarrerInnen eine Stimmberechtigung. Die Beratungen werden grundsätzlich von den gewählten Mitgliedern und den Stellvertretern in gemeinsamer Runde durchgeführt.

Der GKR Temnitz setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

Mitglieder Gemeindekirchenrat

Mitglieder Gemeindekirchenrat

Walsleben-Kränzlin: Renate Schwarz und Angela Papenbrock
Stellvertreter: Jürgen Berner
Temnitzpark: Monika Pein und Annette Wisch
Stellvertreter: Ute Linke
Kerzlin-Wildberg: Anja im Brahm und Marianne Zühlke
Stellvertreter: Heidi Ackermann
Temnitzquell: Frank-Arnim Pein und Ines Sattelmair
Stellvertreter: Alexander Dahlenburg
Manker Temnitztal: Thilo Wendt und André Schmitz-Schwarzkopf
Stellvertreter: Elke Herzberg


Vorsitzender:  Pfr. Alexander Stojanowic
Stellv. Vorsitzender:  Fabian Nitzsche
 

Weitere Mitglieder des GKR (ohne derzeitiges Stimmrecht) sind:

  • Dorothea Plath (Katechetin)
  • Carola Ritter (Superintendentin)
  • Pfarrerin Christiane Schulz (Geschäftsführerin ESTAruppin e.V.)
  • Roswitha Döring (Regionalakademie)

Aufgaben des Gemeindekirchenrates

„Die Leitung der Kirchengemeinde obliegt dem Gemeindekirchenrat. (…) Unbeschadet des besonderen Auftrages, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienst der öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung haben, nimmt der Gemeindekirchenrat die Verantwortung der Kirchengemeinde für die schriftgemäße Verkündigung des Evangeliums wahr. Er berät regelmäßig die Situation der Kirchengemeinde, plant ihre Arbeit, sorgt für deren Durchführung und achtet auf gegenseitige Information in der Kirchengemeinde.“ beschreibt die Grundordnung der Landeskirche die Aufgaben der Gemeindekirchenräte. 

Wann sich die einzelnen Gremien treffen, erfahren Sie im Gemeindeblatt.