Orgeln
Die Orgeln in der Heilig-Geist-Kirche
Die 1. Orgel wurde 1888 von Friedrich Hermann Lütkemüller erbaut. Auf Grund des Umbaus der Heilig-Geist-Kirche wurde die Orgel abgetragen und in Gadow aufgebaut durch Kantor Karl Herrmann. Der Bau der 2. Orgel erfolgte im Jahre 1965 durch Hans-Joachim Schuke/Potsdam.
- 2 Manuale (Hauptwerk, Oberwerk)
- 1 Pedal
- Registerzahl: 13
- Mechanische Traktur, Schleiflade
- Orgelweihe: 7. November 1965
- Anzahl der Pfeifen: 818
- Prospektfelder: 5 = 35 Prospektpfeifen
Die Orgel in der St.-Marien-Kirche Wittstock
Die Orgel der St.-Marien-Kirche zu Wittstock entstand 1846 als Meisterwerk des auch hier ansässigen Orgelbauers Friedrich Herrmann Lütkemüller. Die Orgel hat im 20. Jahrhundert mehrere entscheidende Eingriffe erfahren, so daß sie heute nicht mehr als Lütkemüllerorgel bezeichnet werden kann. Ihr wunderschöner neogotischer Prospekt wurde aber nicht angetastet, wodurch das historische Ensemble von Orgel, Empore und Kirchengestühl, mit welchem im selben Jahr der Kirchraum ausgestattet wurde, ungestört blieb. Die Barockisierung im Zuge der Orgelbewegung in den Dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts durch die Firma Schuke (Potsdam) und die Einrichtung eines elektrischen Spieltisches, der den Gebrauch einer Crescendowalze und zahlreicher Spielhilfen erlaubt, lassen die Interpretation der gesamten Orgelliteratur von der Renaissance bis zur Moderne zu.
Im Jahre 2002 konnte das Instrument generalüberholt werden. Wenngleich zum Kummer der Organologen Lütkemüllers Meisterwerk nicht mehr in seiner Originalgestalt bewundert werden kann, so muß man zur Freude aller heute an diesem Instrument Musiziernden betonen, daß wir es nunmehr mit einem hervorragenden Konzertinstrument zu tun haben. Das Instrument besitzt 45 klingende Stimmen, die sich auf drei Manuale und Pedal verteilen. Der Jalousieschweller und 7 Zungenstimmen befähigen das Instrument zur Darstellung der französischen Orgelliteratur. Mit der erwähnten Crescendowalze werden die großen symphonischen Werke des 19. Jahrhunderts, wie zum Beispiel jene Max Regers spielbar. Dies wird auch in zahlreichen Orgelkonzerten, die während der Sommermonate in der St.-Marien-Kirche veranstaltet werden, ausgiebig getan. Gastorganisten sind immer wieder begeistert von dem majestätischen Klang des Instruments und seiner kombinatorischen Vielfalt. Wir erleben hier Musik, die man erst wieder in Berlin, Rostock oder Lübeck zu hören bekommt. Damit tragen die Orgelkonzerte entscheidend zu einem Musikleben auf höchstem Niveau in unserer Stadt bei. Eine Beschädigung der instandgesetzten Orgel infolge baulicher Mängel am Kirchengebäude wäre neben dem hohen materiellen Schaden auch ein hoher kultureller Verlust.