Kirchenkreis

Herzlich Willkommen im Evangelischen Kirchenkreis Wittstock-Ruppin.

Hier finden Sie alle Informationen über das vielfältige Gemeindeleben in unserem Kirchenkreis, über Termine, Veranstaltungen, Angebote und vieles mehr. Wenn Sie eine konkrete Frage haben und eine Kontaktperson zu Ihrer Gemeinde suchen, dann sind Sie hier richtig.

Unser Kirchenkreis Wittstock-Ruppin im Norden Brandenburgs gehört zur Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz.

Er besteht aus den Gesamtkirchengemeinden WittstockRuppinTemnitz, Protzen-Wustrau-Radensleben, Im Herzsprunger Land, den Kirchengemeinden Zwischen Dosse und Heide und Rheinsberg und den Pfarrbereich Zühlen-Zechliner Land.

Superintendentur

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Wir freuen uns über Ihre Nachricht und helfen gern weiter.

Evangelischer Kirchenkreis Wittstock-Ruppin
Kirchplatz 2 • 16909 Wittstock
Telefon 03394 / 43 33 00
Telefax 03394 / 44 39 86

suptur@kirche-wittstock-ruppin.de

Bürozeiten: Montag-Donnerstag: 8 bis 14 Uhr

Carola Ritter

amt. Superintendentin

Ev. Kirchenkreis Wittstock-Ruppin

Kirchplatz 2
16909 Wittstock

E-Mail: carola.ritter @ gemeinsam.ekbo.de
Telefon: 03394 400 213
Mobil: 0160/63 14 973
Fax: 03394-433 986

Dana Krsynowski

Ephoralsekretärin
Verwaltung / Öffentlichkeitsarbeit

Superintendentur
Ev. Kirchenkreis Wittstock-Ruppin

Kirchplatz 2
16909 Wittstock

E-Mail: dana.krsynowski @ gemeinsam.ekbo.de
Telefon: 03394–40 29 475
Fax: 03394–443 986

Nicole Wanke

Ephoralassistentin

Superintendentur
Ev. Kirchenkreis Wittstock-Ruppin

Kirchplatz 2
16909 Wittstock

E-Mail: nicole.wanke @ gemeinsam.ekbo.de

Telefon: 03394–40 29 476
Fax: 03394–443 986

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Aktuelles aus dem Kirchenkreis

Hier finden Sie News und allerlei Wissenswertes aus dem Kirchenkreis Wittstock-Ruppin. 

 

Erste konstituierende Sitzung der Kreissynode

Am 9. Mai 2026 ist an der Evangelische Schule Neuruppin die neu gewählte Kreissynode (2026-2032) erstmals zu ihrer konstituierenden Sitzung…

 

Gottesdienst anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Weltladen Wittstock

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Weltladen Wittstock gestaltete Superintendentin Carola Ritter gemeinsam mit dem Ladenteam einen Gottesdienst…

 

Themenreicher Mitarbeitendenkonvent in Marienfließ in der Prignitz

Zwischen Stepenitz, Kirche  und weitem Himmel trafen sich die  Mitarbeitenden im Verkündigungsdienst, die sich alle zwei Jahre Zeit nehmen, um…

 

Gäste aus Schweden und Mitglieder der schwedisch-deutschen Partnerschaftsgruppe zu Besuch in Wittstock

Gemeindegruppe mit Gästen aus Schweden vor der Heilig-Geist-Kirche

Am 1. März 2026 waren Gäste aus Schweden und Mitglieder der schwedisch-deutschen Partnerschaftsgruppe zu Besuch in der Gemeinde Wittstock. Im Rahmen…

 

Dorfkirche Gnewikow kann „Kirche des Jahres 2026“ werden – jetzt zählt jede Stimme

Gnewikow. Die Dorfkirche Gnewikow hat eine besondere Chance: Sie wurde von der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland…

 

Einladung zum schwedisch-deutschen Partnerschaftsgottesdienst am 01.03.2026 in der Heilig-Geist-Kirche in Wittstock

Am Sonntag Reminiszere sind Gäste der schwedisch-deutschen Partnerschaftsgruppe der EKBO in der Wittstocker Gemeinde zu Gast.

Als Gastpredigerin…

Veranstaltungs-Höhepunkte

 

Blessed City, Heavenly Salem - o pray for the Peace of Jerusalem

17:00 Uhr

 

Rheinsberger Musiktage zu Pfingsten

20:30 Uhr

Bläserserenade am Abend
Posaunenchor Rheinsberg-Menz

Schlosstheater Rheinsberg

 

Rheinsberger Musiktage zu Pfingsten

15:00 Uhr

Hänsel und Gretel
Orgelmärchen
St.-Laurentius-Kirche Rheinsberg

 

Junge Gemeinde

16:00-19:00 Uhr

Ein Treffpunkt für Gemeinschaft, Spaß und Austausch
Für alle ab Klasse 7

Es gab sie schon einmal, jetzt entsteht sie wieder.

Die Junge Gemeinde wird…

 

"Weiße Wände? Nicht mit uns! Jetzt kommt Kunst!"

16:00 Uhr

Das Ev. Jugendzentrum (Café Hinterhof) wurde renoviert und jetzt sind die Wände weiß, aber das soll nicht so bleiben! Wir wollen das mit Euch…

 

"Geh aus, mein Herz, und suche Freud"

18:00 Uhr

Sommermusik mit den Posaunenchören Temnitz und Protzen-Fehrbellin

Kirche Darritz

 

"Geh aus, mein Herz, und suche Freud"

14:00 Uhr

Sommermusik mit den Posaunenchören Temnitz und Protzen-Fehrbellin

Kirche Ribbeck

 

"Geh aus, mein Herz, und suche Freud"

17:30 Uhr

Sommermusik mit den Posaunenchören Temnitz und Protzen-Fehrbellin

Kirche Radensleben

 

"Geh aus, mein Herz, und suche Freud"

14:00 Uhr

Sommermusik mit den Posaunenchören Temnitz und Protzen-Fehrbellin

Kirche Rägelin

 

Jugendchorfest der EKBO

10:00 Uhr

20.06.2026, 10-18 Uhr
St.-Marienkirche Wittstock

Ihr könnt dort ...

● gemeinsam mit vielen anderen jungen Leuten proben und gute Musik machen…

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Mai 2026
Friedensandacht
Innehalten und Läuten für den Frieden
Wittstock: St. Marien-Kirche Wittstock Ev. Gesamtkirchengemeinde Wittstock Ev. Gesamtkirchengemeinde Wittstock
Gottesdienst am Bertikower See
mit Taufe von Elisabeth Huse und Konfirmation von Elisabeth Huse und Paul Papenbrock
Walsleben: Bertikower See Gesamtkirchengemeinde Temnitz
Offene Kirche mit Orgelmusik
Neuruppin: Klosterkirche St. Trinitatis Neuruppin KMD Matthias Noack Ev. Gesamtkirchengemeinde Ruppin
Gottesdienst unter freiem Himmel
Zermützel: Lindenhof Pfarrer Thomas Klemm-Wollny Ev. Gesamtkirchengemeinde Ruppin
Gottesdienst - Christi Himmelfahrt
in Goldbeck mit Mitbringbuffet
Wittstock OT Goldbeck: Kirche Goldbeck Ev. Gesamtkirchengemeinde Wittstock Ev. Gesamtkirchengemeinde Wittstock
Regionalgottesdienst
Christi Himmelfahrt
Wittstock/Dosse - OT Goldbeck: Dorfkirche Goldbeck Evangelische Kirchengemeinde Zwischen Dosse und Heide
„Blessed City, Heavenly Salem – O Pray for the Peace of Jerusalem“
Konzert für Chor und Orgel mit dem Berliner Vokalkreis
Neuruppin: Klosterkirche St. Trinitatis Neuruppin KMD Matthias Noack Ev. Gesamtkirchengemeinde Ruppin
TreffpunktORGEL
Moderiertes Kurzkonzert an der 2023 nach Renovierung und Erweiterung eingeweihten Zwillingsorgel (Orgelbau Sauer)
Neuruppin: Klosterkirche St. Trinitatis Neuruppin KMD Matthias Noack Ev. Gesamtkirchengemeinde Ruppin
Gottesdienst
Wittstock: Heilig-Geist-Kirche Ev. Gesamtkirchengemeinde Wittstock Ev. Gesamtkirchengemeinde Wittstock
Gottesdienst
Exaudi
Wittstock OT Klein Haßlow: Dorfkirche Klein Haßlow Evangelische Kirchengemeinde Zwischen Dosse und Heide
Gottesdienst
Temnitztal OT Lüchfeld: Kirche zu Lüchfeld Gesamtkirchengemeinde Temnitz
Gottesdienst
Neuruppin: Klosterkirche St. Trinitatis Neuruppin Kornelia Rangnow Ev. Gesamtkirchengemeinde Ruppin
Gottesdienst mit Konfirmation
Alt Ruppin: St. Nikolaikirche Alt Ruppin Pfarrerin Zieme-Diedrich Ev. Gesamtkirchengemeinde Ruppin
Gottesdienst
Exaudi
Wittstock - OT Babitz: Dorfkirche Babitz Evangelische Kirchengemeinde Zwischen Dosse und Heide
TreffpunktORGEL
Moderiertes Kurzkonzert an der 2023 nach Renovierung und Erweiterung eingeweihten Zwillingsorgel (Orgelbau Sauer)
Neuruppin: Klosterkirche St. Trinitatis Neuruppin KMD Matthias Noack Ev. Gesamtkirchengemeinde Ruppin
Gottesdienst
In diesem Gottesdienst wird die sanierte Orgel wieder in Dienst genommen.
Heiligengrabe OT Wernikow: Kirche Wernikow Ev. Gesamtkirchengemeinde Wittstock Ev. Gesamtkirchengemeinde Wittstock
Posaunenchor Probe
Walsleben: Gartenhaus Walsleben Gesamtkirchengemeinde Temnitz
Seniorennachmittag
mit Pfarrer Klemm-Wollny
Alt Ruppin: Gemeinderaum Alt Ruppin Pfarrer Thomas Klemm-Wollny Ev. Gesamtkirchengemeinde Ruppin
Friedensandacht
Innehalten und Läuten für den Frieden
Wittstock: St. Marien-Kirche Wittstock Ev. Gesamtkirchengemeinde Wittstock Ev. Gesamtkirchengemeinde Wittstock
Seniorennachmittag
mit Pfarrer Klemm-Wollny
Neuruppin: Wichmannsaal der Katholischen Gemeinde Pfarrer Thomas Klemm-Wollny Ev. Gesamtkirchengemeinde Ruppin
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Wochenandachten aus dem Kirchenkreis

Andacht vom 26.04.2026

Zwischen halb sieben und acht, irgendwo zwischen Feldweg und Restnebel, fragt mich auf der Hunderunde ein Mensch nach einem guten Wort für den Tag. Er geht nicht in die Kirche, sagt er, und man merkt: Das ist keine Trotzformel, sondern schlicht Gewohnheit. Aber es ist Sonntag. Misericordias Domini. Also doch ein Moment für so etwas wie Richtung, auch ohne Kirchentür.

Was sagt man da, ohne gleich die große Kanzel auszupacken? Vielleicht dies: Du musst heute nicht alles allein tragen. Es gibt Wege, auch wenn sie gerade nicht sichtbar sind. Und: Du bist nicht verloren, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Mehr war es nicht. Kein theologischer Überbau, kein wohlgeformter Segen. Eher ein Satz auf Augenhöhe, einer, der mitgehen kann.

Wir leben in einer Gegend, in der viele ohne religiöse Sprache auskommen – und doch nicht ohne Fragen. Sie kommen nicht als Programm, eher als Zwischenruf. Beim Bäcker. Am Gartenzaun. Oder eben im Dämmerlicht eines Sonntags, wenn der Tag noch nicht entschieden hat, was er wird. Vielleicht ist das der eigentliche Ort des Glaubens heute: nicht im großen Auftritt, sondern im geteilten Satz zur rechten Zeit.

Es ist eine stille Form von Vertrauen, die sich da zeigt. Kein Bekenntnis, eher ein vorsichtiges Anklopfen: Gibt es da noch etwas, das trägt? Und wenn ja, reicht es auch für diesen einen Tag? Mehr verlangt niemand. Aber genau darin liegt eine eigentümliche Tiefe. Der Mann nickte, ging weiter. Der Hund auch. Der Tag sowieso. Und das Wort? Reichte. Fürs Erste. Und vielleicht ist genau das schon ziemlich viel.

Pfarrer Alexander Stojanowic
Ev. Gesamtkirchengemeinde Temnitz

  • Andacht vom 03.05.2026 - Zwischen halb sieben und acht...

    Andacht vom 03.05.2026 - Zwischen halb sieben und acht...

    Zwischen halb sieben und acht, irgendwo zwischen Feldweg und Restnebel, fragt mich auf der Hunderunde ein Mensch nach einem guten Wort für den Tag. Er geht nicht in die Kirche, sagt er, und man merkt: Das ist keine Trotzformel, sondern schlicht Gewohnheit. Aber es ist Sonntag. Misericordias Domini. Also doch ein Moment für so etwas wie Richtung, auch ohne Kirchentür.

    Was sagt man da, ohne gleich die große Kanzel auszupacken? Vielleicht dies: Du musst heute nicht alles allein tragen. Es gibt Wege, auch wenn sie gerade nicht sichtbar sind. Und: Du bist nicht verloren, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Mehr war es nicht. Kein theologischer Überbau, kein wohlgeformter Segen. Eher ein Satz auf Augenhöhe, einer, der mitgehen kann.

    Wir leben in einer Gegend, in der viele ohne religiöse Sprache auskommen – und doch nicht ohne Fragen. Sie kommen nicht als Programm, eher als Zwischenruf. Beim Bäcker. Am Gartenzaun. Oder eben im Dämmerlicht eines Sonntags, wenn der Tag noch nicht entschieden hat, was er wird. Vielleicht ist das der eigentliche Ort des Glaubens heute: nicht im großen Auftritt, sondern im geteilten Satz zur rechten Zeit.

    Es ist eine stille Form von Vertrauen, die sich da zeigt. Kein Bekenntnis, eher ein vorsichtiges Anklopfen: Gibt es da noch etwas, das trägt? Und wenn ja, reicht es auch für diesen einen Tag? Mehr verlangt niemand. Aber genau darin liegt eine eigentümliche Tiefe. Der Mann nickte, ging weiter. Der Hund auch. Der Tag sowieso. Und das Wort? Reichte. Fürs Erste. Und vielleicht ist genau das schon ziemlich viel.

    Pfarrer Alexander Stojanowic
    Ev. Gesamtkirchengemeinde Temnitz

  • Andacht vom 26.04.2026 - Unbequeme Erkenntnis

    Andacht vom 26.04.2026 - Unbequeme Erkenntnis

    Während diese Gedanken niedergeschrieben werden, atmet der Buckelwal noch. Er liegt verletzt und geschwächt auf einer Sandbank vor der Insel Poel. Hunderte Menschen nehmen Anteil. Gerichte werden beschäftigt, weil Klagen seine Rettung erwirken wollen – dabei liegt er schon im Sterben und es ist unklar, ob er noch lebt, wenn dieser Artikel erscheint.
    Wie kommt es nur, dass so viele Menschen wegen eines verirrten jungen Wals so in Aufruhr geraten – Absperrungen durchbrechen, ins eiskalte Wasser springen, klagen. Damit wir uns nicht falsch verstehen, es wäre natürlich sehr schön gewesen, wenn die Rettungsversuche Erfolg gehabt hätten und jetzt nicht das langsame Sterben des Tieres beobachtet werden müsste.
    Das ist schrecklich und bedauerlich und damit könnte man es auch abtun.
    Aber der Aufruhr, den der sterbende Buckelwal verursacht, könnte auch zum Nachdenken anregen. Die Wale verirren sich, weil die Schifffahrt mit ihren lauten Geräuschen die Orientierungssinne der Wale stört. Riesige Unterwasserstellnetze verletzen die Tiere. Plastikmüll füllt ihre Mägen und sie

    Zwischen halb sieben und acht, irgendwo zwischen Feldweg und Restnebel, fragt mich auf der Hunderunde ein Mensch nach einem guten Wort für den Tag. Er geht nicht in die Kirche, sagt er, und man merkt: Das ist keine Trotzformel, sondern schlicht Gewohnheit. Aber es ist Sonntag. Misericordias Domini. Also doch ein Moment für so etwas wie Richtung, auch ohne Kirchentür.

    Was sagt man da, ohne gleich die große Kanzel auszupacken? Vielleicht dies: Du musst heute nicht alles allein tragen. Es gibt Wege, auch wenn sie gerade nicht sichtbar sind. Und: Du bist nicht verloren, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Mehr war es nicht. Kein theologischer Überbau, kein wohlgeformter Segen. Eher ein Satz auf Augenhöhe, einer, der mitgehen kann.

    Wir leben in einer Gegend, in der viele ohne religiöse Sprache auskommen – und doch nicht ohne Fragen. Sie kommen nicht als Programm, eher als Zwischenruf. Beim Bäcker. Am Gartenzaun. Oder eben im Dämmerlicht eines Sonntags, wenn der Tag noch nicht entschieden hat, was er wird. Vielleicht ist das der eigentliche Ort des Glaubens heute: nicht im großen Auftritt, sondern im geteilten Satz zur rechten Zeit.

    Es ist eine stille Form von Vertrauen, die sich da zeigt. Kein Bekenntnis, eher ein vorsichtiges Anklopfen: Gibt es da noch etwas, das trägt? Und wenn ja, reicht es auch für diesen einen Tag? Mehr verlangt niemand. Aber genau darin liegt eine eigentümliche Tiefe. Der Mann nickte, ging weiter. Der Hund auch. Der Tag sowieso. Und das Wort? Reichte. Fürs Erste. Und vielleicht ist genau das schon ziemlich viel.

    Pfarrer Alexander Stojanowic
    Ev. Gesamtkirchengemeinde Temnitz

    verhungern. Viele Wale und andere Meeresbewohner werden krank von den Schadstoffen, die unsere Zivilisation in die Meere spült. Außerdem werden die Meere durch den Klimawandel immer wärmer. Das belastet die maritime Tierwelt ebenfalls.
    Vielleicht ist das Wissen um die eigene Mitschuld an der Not des Wals eine Ursache für das verzweifelte Interesse der Vielen, die für seine Rettung demonstrieren.
    Die Erkenntnis, dass es wichtiger wäre, die menschengemachten Probleme anzugehen, als einem einzigen todkranken Tier zu helfen, ist frustrierend und unbequem. Das würde gravierende Einschnitte und Veränderungen in der Wirtschaft und in unserem Lebensstil bedeuten.
    Aber wie schön wäre eine Welt, die zugunsten der Meere auf den Abbau von Bodenschätzen in der Tiefsee verzichtet. Wie friedlich wäre eine Menschheit, die mit vereinten Kräften die Meere von Plastik befreit. Wie schön wäre eine Welt, in der kein Wal, der Menschen wegen, seinen Weg verfehlt.
    Der sterbende Wal vor der Insel Poel führt uns vor Augen, wie sehr wir den Planeten Erde schon ruiniert haben. Er ruft uns zur Umkehr auf. Das biblische „macht euch die Erde untertan“ bedeutet nicht „macht sie kaputt“, sondern „bebaut und bewahrt sie“. Dafür zu demonstrieren ist sicher sinnvoller und zielführender – und dabei gleichzeitig im eigenen Alltag zu überlegen, wie wir mit unseren Ressourcen schonender umgehen können. „Denn wer ist’s, der den Tag geringer Anfänge verachtet?“ (Bibel, Sach. 4,10)

    Roswitha Döring,
    Gemeindepädagogin und Leiterin der Regionalakademie
    im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin

  • Andacht vom 19.04.2026 - Wofür brennt dein Herz?

    Andacht vom 19.04.2026 - Wofür brennt dein Herz?

    Wofür brennt dein Herz? Liebende werden antworten: „natürlich für dich, mein Schatz!“. Wohl denen, die sich dieses kostbare Glanzstück behütet haben. Brennt außerdem noch was in dir? Ich meine, wofür lässt du dich mit glühender Leidenschaft entflammen? Bei welchen Gelegenheiten spürst du so etwas wie ein warmes Glutnest im Bauch?

    Im Neuen Testament wird eine Begegnungsgeschichte erzählt. Die Redaktionsgruppe um den Evangelisten Lukas hat uns diese Weg-Geschichte überliefert. Da sind zwei Freunde von Jesus unterwegs. Traurig, enttäuscht und resigniert über den Tod ihres Meisters. Was soll jetzt werden? Unbemerkt geht er den Trauer-Weg mit ihnen. Der Begleiter hat Worte auf dem Weg für sie.  Aber der Funke springt nicht über. Sie erkennen den Auferstandenen nicht. Wie sollten sie auch. Ist nicht Tod tot? Und gut reden können viele!

    Am Abend ist das Ziel im Örtchen Emmaus erreicht. Die beiden Jünger nötigen Jesus: „Bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag geht zur Neige!“ (Lk 24,29) Was für ein Bitt-bettelndes Drängen zum Bleiben! Ich kann die Jünger verstehen. Wer trennt sich schon am Abend, nach solch einem gemeinsamen Weg. Bleib bitte, bleibe bei uns und sei wenigstens für eine Nacht unser Gast. Und Jesus bleibt. Noch ist nicht aller Tage Abend!

    „Da geschah es, als er mit ihnen am Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach es und gab es ihnen“ (Lk 24, 30). Unvorhergesehen wird der Gast zum Gastgeber. Aus der Abendeinladung wird ein außergewöhnliches Abend-Mahl. Es wird der Abend der brennenden Herzen. Beim Sehen und Schmecken der Freundlichkeit Gottes. In diesem Moment erkennen sie mit Leib und Seele: Sein Herz schlägt für uns. Bleib doch bei uns! Da gehen ihre Augen auf und über. In der Gemeinschaft zerflattern Ängste und Zweifel. Eine energiegeladene Zuversicht erfüllt die Tischgemeinschaft. Übrigens jedes Mal bei diesem Mahl! Ausgewählt für ein glühendes, verantwortungsvolles Leben. Auserwählt zum Leben der brennenden Herzen - zum Überleben und Erleben. Wenn der Auferstandene bleibt, ist es das, was uns zum Leben bleibt: Sinn-Ziel mit dem Jesus deiner Zuversicht!

    Wofür brennst du? Wenn du nicht religiös bist, sicher nicht für Jesus. Wofür dann, mit deiner Leidenschaft und Hingabe? Brannte nicht schon mal dein Herz, als dir ein Licht aufging, sich dir eine neue Einsicht auftat?! Erzähl’ mal deine Weg-Geschichten. Vielleicht zuerst deinen Kindern oder Enkeln. Erzähl wie du brennst. Und vor allem wofür?!

    Wolfgang Rein
    Pfarrer im Ruhestand in Neuruppin

     

               

     

               

     

Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt

Auf der Tagung der Kreissynode im Frühjahr 2022 hat der evangelische Kirchenkreis Wittstock-Ruppin sein Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt beschlossen. Nun nach zwei Jahren Erfahrung wurde es, wie vorgesehen, überarbeitet. Die Kreissynode hat in ihrer Herbsttagung 2024 das überarbeitete und ergänzte Schutzkonzept – jetzt „Konzept für grenzwahrenden Umgang und zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin“ - verabschiedet.

Es soll helfen, im Kirchenkreis die Kultur der Achtsamkeit weiterzuentwickeln und dem Schutz der Mitarbeitenden vor unbegründeten Vermutungen und vor allem der Prävention aller Formen sexualisierter Gewalt dienen. Dazu gehören nicht nur strafrechtlich relevante Vorfälle, sondern auch Grenzverletzungen und Übergriffe. Beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitende werden sensibilisiert und geschult, damit sie Risiken erkennen und in Fällen von sexualisierter Gewalt professionell handeln können.

Im KK Wittstock-Ruppin gilt der Verhaltenskodex der EKBO und er wird zunehmend mit Leben gefüllt, damit die Kultur der Achtsamkeit wachsen kann.

Wenn Sie von Vermutungen sexualisierter Gewalt hören oder selbst betroffen sind, können Sie sich – auch erstmal anonym - an jede*n Mitarbeiter*in oder an die Beauftragten des Kirchenkreises wenden. Sie hören Ihnen zu und sind über mögliche Vorgehensweisen informiert. Mit Ihnen zusammen können sie die notwendigen Schritte einleiten.

Was jetzt wichtig ist

Das Gespräch suchen, um sich mit den Erkenntnissen zu sexualisierter Gewalt auseinanderzusetzen

Die ForuM-Studie gibt wegweisende Empfehlungen zur Verbesserung unserer Aufarbeitung, Präventions- und Interventionsarbeit.

Es gab und gibt in unserer Kirche Taten sexualisierter Gewalt. Es sind keine Einzelfälle. Die Evangelische Kirche wollte Aufklärung zum Ausmaß dieser Gewalt, wenn auch erst sehr spät. So wurde die von der EKD beauftragte „ForuM-Studie“ nach dreijähriger Arbeit im Januar 2024 veröffentlicht: Eine „Forschung zu sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland“. Darin wird der Zeitraum von 1946 bis 2020 beleuchtet. Hier finden Sie die gesamte Studie zum Nachlesen: www.forum-studie.de. Das unabhängige Wissenschaftsteam, der Forschungsverbund, hat systemisches Versagen der Evangelischen Kirche analysiert: Minderjährige wurden nicht ausreichend geschützt, von sexualisierter Gewalt betroffene Menschen wurden nicht gehört, begleitet und unterstützt, Täter wurden gedeckt. Mit dieser Studie gibt es eine Zäsur in unserer Kirche, denn die Ergebnisse zeigen auch: Es gibt Faktoren, die den Missbrauch begünstigt oder nicht verhindert haben. Betroffene Menschen kommen in der Studie ausführlich mit ihren Perspektiven auf die Täter und die kirchlichen Strukturen zu Wort. Was sie erlitten haben, wird zur Sprache gebracht. Ohne ihre Beharrlichkeit, oft auch gegen die administrativen Hürden und Abwehrhaltungen, wäre die Aufarbeitung nicht dort, wo sie heute steht. Die Landeskirche hat sich an der Zuarbeit zur ForuM-Studie gemäß den Vorgaben beteiligt. Sie haben sicherlich gehört und gelesen, dass in der Zuarbeit zu einem Teilprojekt der Studie Disziplinarakten der Pfarrpersonen seit 1946 ausgewertet wurden. Gemeldet wurden für den genannten Zeitraum aus der EKBO und ihren Vorgängerkirchen 41 Beschuldigte, davon 39 Pfarrer und 2 kirchliche Mitarbeiter. Wir gehen von 116 Betroffenen für diesen Zeitraum aus. Viele Personalakten sind noch nicht gesichtet. Das erfordert nächste Verabredungen und Schritte. Schon jetzt ist deutlich: Mit dieser Studie haben wir eine wichtige Arbeitsgrundlage für nötige Maßnahmen, für noch mehr Anstrengungen, aber damit ist das, was wir mit Aufarbeitung verbinden, längst nicht abgeschlossen. Wir sind mittendrin.

Die über vierzig Empfehlungen der Studie werden für eine verbesserte und weiter professionalisierte Arbeit mit allen Menschen, die sich unseren Gemeinden anvertrauen, besonders in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, wesentlich sein. Was ein gemeinsam abgestimmtes, nach einheitlichen Standards verbessertes Arbeiten in der Prävention und Intervention bedeutet, wird auf allen Ebenen der Evangelischen Kirche beraten und dann gemeinsam beschlossen.

Jetzt braucht es Zeit, nicht nur zur Lektüre der Ergebnisse, sondern auch zum klärenden Austausch, für Fragen und erste Antworten, und zwar in geschützten Gesprächsräumen. Beschweigen wäre dagegen toxisch. Es geht um Vertrauen und Glaubwürdigkeit und um die Veränderbarkeit von Strukturen in unserer Kirche. Es kann nicht nur um einige Nachjustierungen, um einzelne Aspekte oder Richtlinien gehen. Vielmehr befragen wir miteinander unsere Haltung, unsere Kultur und Sprache mit Blick auf Gewalt und diese besonders schwerwiegende Gewaltform.

Wenn Sie Fragen, Rückmeldungen oder Anregungen zum Umgang mit der ForuM-Studie an die Landeskirche haben, können Sie unter anderem die Landeskirchliche Beauftragte für den Umgang mit sexualisierter Gewalt, Frau Marion Eckerland (m.eckerland@ekbo.de; Tel: 03024344-423) kontaktieren. Material zur Präventionsarbeit und den Verhaltenskodex, der an jeden kirchlichen Ort gehört, stellt die kreiskirchliche Ansprechperson für Prävention und Krisenintervention, Frau Roswitha Döring (roswitha.doering@gemeinsam.ekbo.de; Tel: 015209015589) zur Verfügung. Sollten Sie von sexualisierter Gewalt betroffen sein oder einen Verdacht haben und Sie suchen nach einer Möglichkeit der anonymen und vertraulichen Beratung, dann steht für Sie folgende externe Ansprechstelle zur Verfügung:

Wendepunkt e.V.
Tel.: 0800 5 70 06 00 (kostenfrei)
Mo 11:00-12:30 Uhr
Mi  16:00-17:30 Uhr

Mail: vertrauensstelle-ekbo@wendepunkt-ev.de

Wendepunkt e.V. gibt gegenüber der Landeskirche keine Auskunft über die Inhalte der Telefonate.

Roswitha Döring

Gemeindepädagogin (FS)
Präventionsbeauftragte und
Ansprechperson in Fällen sexualisierter Gewalt

R.-Breitscheid-Str. 38

16816 Neuruppin

Telefon: 03391–775 3070
Mobil: 0152-090 155 89

E-Mail: roswitha.doering @ gemeinsam.ekbo.de

Spenden

Spenden für Kollekten

Kollekten unterstützen diakonische Projekte, helfen den eigenen Kirchengemeinden oder finanzieren Partnerkirchen weltweit: Kollekten sind eine wichtige Einnahmesäule für die Finanzierung kirchlicher Arbeit und werden traditionell im Gottesdienst gesammelt.

Unterstützen Sie den Evangelischen Kirchenkreis Wittstock-Ruppin oder unsere zahlreichen sozialen und kirchlichen Projekte in den Gemeinden durch eine Spende! Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen.

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