Kirchenkreis

Herzlich Willkommen im Evangelischen Kirchenkreis Wittstock-Ruppin.

Hier finden Sie alle Informationen über das vielfältige Gemeindeleben in unserem Kirchenkreis, über Termine, Veranstaltungen, Angebote und vieles mehr. Wenn Sie eine konkrete Frage haben und eine Kontaktperson zu Ihrer Gemeinde suchen, dann sind Sie hier richtig.

Unser Kirchenkreis Wittstock-Ruppin im Norden Brandenburgs gehört zur Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz.

Er besteht aus den Gesamtkirchengemeinden WittstockRuppinTemnitz, Protzen-Wustrau-Radensleben, Im Herzsprunger Land, den Kirchengemeinden Zwischen Dosse und Heide und Rheinsberg und den Pfarrbereich Zühlen-Zechliner Land.

Superintendentur

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Wir freuen uns über Ihre Nachricht und helfen gern weiter.

Evangelischer Kirchenkreis Wittstock-Ruppin
Kirchplatz 2 • 16909 Wittstock
Telefon 03394 / 43 33 00
Telefax 03394 / 44 39 86

suptur@kirche-wittstock-ruppin.de

Bürozeiten: Montag-Donnerstag: 8 bis 14 Uhr

Carola Ritter

amt. Superintendentin

Ev. Kirchenkreis Wittstock-Ruppin

Kirchplatz 2
16909 Wittstock

E-Mail: carola.ritter @ gemeinsam.ekbo.de
Telefon: 03394 400 213
Mobil: 0160/63 14 973
Fax: 03394-433 986

Dana Krsynowski

Ephoralsekretärin
Verwaltung / Öffentlichkeitsarbeit

Superintendentur
Ev. Kirchenkreis Wittstock-Ruppin

Kirchplatz 2
16909 Wittstock

E-Mail: dana.krsynowski @ gemeinsam.ekbo.de
Telefon: 03394–40 29 475
Fax: 03394–443 986

Nicole Wanke

Ephoralassistentin

Superintendentur
Ev. Kirchenkreis Wittstock-Ruppin

Kirchplatz 2
16909 Wittstock

E-Mail: nicole.wanke @ gemeinsam.ekbo.de

Telefon: 03394–40 29 476
Fax: 03394–443 986

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Aktuelles aus dem Kirchenkreis

Hier finden Sie News und allerlei Wissenswertes aus dem Kirchenkreis Wittstock-Ruppin. 

 

Herbsttagung der Kreissynode

Am 15. November 2025 kam die Synode des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin zu ihrer Herbsttagung in Wittstock zusammen. Diese Tagung war zugleich die…

 

Fritz-Reuter-Literaturpreis 2025: Sonderpreis für Pfarrerin Ute Eisenack

Pfarrerin Ute Eisenack (M.) nimmt den Sonderpreis des Fritz-Reuter-Literaturpreises entgegen.

Der Fritz-Reuter-Literaturpreis 2025 wurde am Freitagabend, 7. November 2025, in Stavenhagen verliehen.

Pfarrerin Ute Eisenack, Ev. Kirchengemeinde…

 

Ökumenischer Schaustellergottesdienst zur Eröffnung des Martinimarktes in Neuruppin

„Kirche an Dritten Orten“, außerhalb der kirchlichen Räume, das wird zur guten Tradition in Neuruppin! Zum zweiten Mal versammelten sich die…

 

Nachruf für Kantor a.D. Martin Domke

Er klingt noch in meinen Ohren. Ich kann ihn sofort mitsingen. Sicher würden einige mit einstimmen. Wie 1989 zu den Montags-Gebeten in der…

 

Was heißt hier WIR?

Zwei großartige Theatertage liegen hinter uns. 568 Jugendliche aus der Evangelischen Schule, aus dem Karl-Friedrich-Schinkel-Gymnasium und aus der…

 

Zur Königin der Hanse II

Unter diesem Motto fuhren am 4. September 40 Gemeindeglieder aus vielen verschiedenen Orten des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin unter der Leitung der…

Veranstaltungs-Höhepunkte

 

O komm lieber Emmanuel

17:00 Uhr

 

Die diesjährige Friedenslicht-Aktion steht unter dem Motto: „Ein Funke Mut“

17:00 Uhr

Die diesjährige Friedenslicht-Aktion steht unter dem Motto: „Ein Funke Mut“

Auch in diesem Jahr holen die Pfadfinder unserer Gesamtkirchengemeinde…

 

Sternenmärchen in der Weihnachtszeit

17:00 Uhr

 

Bachs Weihnachtsoratorium für Kinder

17:00 Uhr

Die ganze Schönheit und Festlichkeit des großen Werkes in nur 45 Minuten! Ausgewählte Chöre und Arien gekürzt und spannend moderiert. Solisten,…

 

Das Weihnachts-Oratorium im Gottesdienst

10:00 Uhr

Alle sechs Kantaten in den Gottesdiensten – so wie zu Bachs Zeit!

In der Weihnachtszeit 1734/35 erklang das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian…

 

Das Weihnachts-Oratorium im Gottesdienst

10:00 Uhr

Alle sechs Kantaten in den Gottesdiensten – so wie zu Bachs Zeit!

In der Weihnachtszeit 1734/35 erklang das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian…

 

Das Weihnachts-Oratorium im Gottesdienst

10:00 Uhr

Alle sechs Kantaten in den Gottesdiensten – so wie zu Bachs Zeit!

In der Weihnachtszeit 1734/35 erklang das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian…

 

Bläsermusik zwischen den Jahren

16:00 Uhr

Musik zum Hören und Mitsingen mit dem Posaunenchor Protzen-Fehrbellin und Temnitz

Kirche Lichtenberg

 

Die kleine Orgelstunde - Finale 2025

18:00 Uhr

 

Bläsermusik zwischen den Jahren

17:00 Uhr

Musik zum Hören und Mitsingen mit dem Posaunenchor Protzen-Fehrbellin und Temnitz

Kirche Katerbow

Zum Kalender

Termine zu Gottesdiensten und weitere Veranstaltungen finden Sie in unserem Kalender.

Wochenandachten aus dem Kirchenkreis

Andacht vom 07.12.2025

Mihr as ne olle Geschicht

Ein poor Schokolorntålers, einen Appel, ne Mandarien, dortau ein poor Nœt, einen lütten Tannentwiech, den Schokolorennikolaus – mit sien Bischopsmütz un sien Bischopsståb – un dortau einen Gautschien – üm mit Größing œwer den Adventsmarkt in dei nächste Woch tau gåhn… Dat alls kem gistern Åbend in ehrn lütten Stäwel rinner.

Gistern Åbend hemm wi uns Stäwel afbœst, gaut afbœst sotausäng’n alls vörbereit´t – för hüt.

Un de Lütt hett mi hüt Morgen wedder mit ehr groten Kulleroogen ankäken un sik freut, so dull freut. Hüt is Nikolausdach. Un jedes Johr fröcht sei mi dei Nikolausgeschichten. Un ik vertell ehr disse so giern: von dei drei Süstern dei nich ut noch in wüssten. Un an disse Süstern wür in ehr grote Not dacht …. Denn an den annern Morgen hemm Goldtålers vör ehr Dör lägen, Bischop Nikolaus wüst üm ehr Not … hett ein Teiken sett un ehr hulpen.

Jeder, der etwas Gutes tut, ist ein Licht.

Wo wunnerbor is dat: Nich alls bliwt för Minschen leg odder düster odder trurig. Un ok wi säuken machmål Teiken von: An mi is dacht worden. Un wenn ein anner Minschen dat gaut mit mi meint, denn is dat, as wenn ik upkieken kann un mien Hart stråkt wat…

Ik åhn all: bi dat Vertelln mit mien Döchting war ik hüt woll wedder niech spören könn’n; Disse Legend is mihr as ne olle Geschicht: Einen Minschen in sien Minsch-sien ankieken, un as Nikolaus wat Gaudes daun – dat wat brukt, dat kümmt an – un helpt – bet hüt. Un denn kannst du beläben: dien Hart wat Oogen måken. (Gesendet 2022 bei NDR 1 - MV)

Ute Eisenack, Pastersche in Rhinsberch (Rheinsberg)

  • Andacht vom 30.11.2025 - Licht an

    Andacht vom 30.11.2025 - Licht an

    „Licht an“ so hieß es wieder am Donnerstag in Neuruppin als die große Tanne auf dem zentralen Schulplatz im Lichterglanz erstrahlte. Aber nicht nur dort, sondern auch auf vielen anderen Plätzen, in Vorgärten, Schaufenster, Wohnungen und vielen anderen Orten erstrahlen in diesen Tagen des Adventes Lichter manchmal in einer großen Menge und sehr bunt und manchmal sehr dezent und ganz einfach. Jeder wie er es mag und kann.

    Gerade in der dunklen Jahreszeit erzählen die vielen Lichter von der Sehnsucht der Menschen nach Licht und Farbe und nach Geborgenheit. Doch warum verschwinden dann die meisten Lichter nach Weihnachten wieder? Denn auch im Januar und Februar sind die Abende lang und dunkel und es herrscht oft graues Schmuddelwetter. Sollten wir dann die Lichter nicht viel länger leuchten lassen?

    Vielleicht reicht ja die Advents- und Weihnachtszeit mit ihren Lichtern, um die Sehnsucht nach Licht zu stärken und Hoffnung und Mut zu geben, um auch noch die dunkle Zeit bis zum Frühling zu überstehen. Und von solch einer Hoffnung erzählte auch die Geschichte, die Pfarrer Klemm-Wollny und ich bei der Aktion „Licht an“ vorgetragen haben.

    Die Geschichte erzählt von einem Kind, dass sich mit der Mutter vor dem Einschlafen über das Licht unterhalten. Dabei stellen sie fest, dass wo es Licht gibt auch Dunkelheit ist – ja, dass es in der Welt viel mehr Dunkel als Licht gibt: Kriege oder der Terror in vielen Ländern, Umweltzerstörung, Armut, Hunger, Krankheiten Leid und Tod. Und auch die persönlichen Sorgen machen das Leben nicht heller. Dann aber holt die Mutter ein kleines Teelicht in das große dunkle Zimmer und entzündet es. Und Tochter und Mutter sehen, dass diese kleine Flamme ausreicht, das Dunkel im Zimmer zu erhellen. Und sie schließen daraus, dass jeder, der etwas Gutes tut, so ein kleines Licht ist, dass für einen oder mehrere Menschen leuchtet.

    Und so wie ein kleines Teelicht aus einem ganzen Raum die Dunkelheit vertreiben kann, so brauchen wir auch nicht das ganze Jahr die Adventsbeleuchtung, sondern nur in der Zeit der kürzesten Tage des Jahres, um in der dunklen Zeit, das Licht und die Farben nicht zu vergessen. Und wir können auch nicht die ganze Welt retten, aber mit Aufmerksamkeit, Gesprächen, Besuchen und vielen anderen kleinen Taten können wir etwas Licht und Hoffnung zu Menschen bringen. Fangen wir an, im Advent Licht zu sein.

    Ihr Pfarrer Christoph Zimmermann
    Katholische Pfarrei Hl. Gertrud von Helfta - Oberhavel-Ruppin

  • Andacht vom 23.11.2025 - Kein Abschied für immer

    Andacht vom 23.11.2025 - Kein Abschied für immer

    Kein Abschied für immer

    Als ich neulich durch das Rhinluch fuhr, kam mir eine Zeile von Mattias Claudius in den Sinn. Ein seinem Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ heißt es: „Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.“ Es entsteht eine geheimnisvolle Atmosphäre, wenn sich die Dämmerung über das Land legt und der weiße Nebel aus den Senken quillt. Nur der Wald war nicht schwarz, sondern leuchtete farbenfroh im Abendlicht: bunte Blätter, die wie große Flocken herabwirbeln.
    Herbststimmung. Von den Kirchtürmen rufen uns die Glocken zu Gebet und Gedenken. Volkstrauertag. Ewigkeitssonntag. Wir erinnern uns an die, die wir vermissen. Geliebte, geschätzte, geachtete Menschen, die uns vorausgegangen sind. Denen wir vielleicht gern noch etwas gesagt hätten. Mit denen wir gern noch ein Glas Wein getrunken hätten. Doch es ist zu spät. Sie sind nicht mehr. Gegangen vielleicht erst in diesem Jahr, vielleicht schon vor langer Zeit. Aber noch da in unseren Gedanken, in unseren Herzen.
    Auf unsere Weise halten wir sie lebendig. Können mit ihnen reden, ihnen unsere warmen Erinnerungen als Botschaften der Zuneigung auf die andere Seite schicken.
    Aber der Klang der Glocken, der über die reifbedeckten Fluren schallt, hat noch eine andere Botschaft: Da gibt es etwas, das größer ist als wir selbst. Da gibt es etwas, dessen Liebe mehr bewirkt, als die Toten nur in der Erinnerung lebendig zu halten. Die Glocken erzählen von einem Gott, dessen Liebe so stark ist, dass sie den Tod überwindet. Dessen Atem uns das Leben einhaucht, und der uns verspricht, dass dieses Leben auch jenseits unserer irdischen Vorstellungskraft weitergeht. Gehalten, getragen, eingeschrieben ins Buch des Lebens.
    Im Klang der Glocken höre ich die Zusage: „Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein.“
    Wenn ich nun die Gesichter vor mir sehe – Eltern, Großeltern, viel zu früh gegangene Freunde – dann ahne ich: In meiner Erinnerung wirken sie lebendig, aber in Gottes Geist sind sie lebendig. Ich muss nicht verstehen, wie. Ich darf glauben, dass. Und das reicht mir.
    Dieser Glaube tröstet. Aber mehr als das. Er gibt mir ein Gefühl, dass der Tod keine unüberwindliche Grenze zwischen hier und dort, zwischen mir und ihnen ist. Ich spüre ihre Nähe stärker als in meinen Erinnerungen. Ich bin ihnen verbunden, und muss es nicht verstehen. Dann sehe hinter dem Wirbel des Laubes und unter der Kruste des Reifes das Frühjahr kommen.

    Ihr
    Pfr. Patrick R Schnabel
    Oberkirchenrat
    Theologischer Referent bei der Bevollmächtigten des Rates der EKD

  • Andacht vom 16.11.2025 - Schutz vor Gewalt

    Andacht vom 16.11.2025 - Schutz vor Gewalt

    Mit Spannung wurde die neue Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland zum Thema Frieden erwartet. Anfang der Woche wurde sie auf der Synode der EKD in Dresden vorgestellt. Der Inhalt ist nicht ganz unumstritten, aber darauf will ich im Einzelnen hier nicht eingehen. Ich habe etwas anderes, für mich sehr Wesentliches, entdeckt: Das Thema „Schutz vor Gewalt“. In der Denkschrift heißt es dazu: „Angesichts der Grausamkeit von Tod, Vergewaltigung, Verletzung und Traumatisierung durch bewaffnete Konflikte muss der Schutz vor Gewalt im Zentrum der Bemühungen von Politik, Zivilgesellschaft und Kirche stehen“. Und weiter wird betont, dass der Schutz vor Gewalt das höchste Gut sei. Wir wissen es längst, Gewalt ist nicht nur ein Thema in bewaffneten” Konflikten. Gewalt passiert täglich und überall. Das klingt furchtbar und wird darum gerne verdrängt und verschwiegen, auch in unserer Gesellschaft. Alle drei Minuten wird in Deutschland eine Frau Opfer häuslicher Gewalt, fast täglich wird eine Frau oder ein Mädchen getötet. Femizide, so nennt man diese Straftaten, sind leider keine Ausnahme mehr in der Kriminalstatistik. 
    Der November lädt dazu ein, diese Tatsache in besonderer Weise zu bedenken und ins kollektive Bewusstsein zu holen, also unser aller Wahrnehmung dafür zu schärfen. Warum? Der 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Dieser Gedenktag wurde 1999 von den Vereinten Nationen offiziell anerkannt, um auf Diskriminierung und Gewalt jeglicher Form gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. Auch in Neuruppin wird in jedem Jahr dieser Tag begangen, indem auf dem Schulplatz Frauen in einer Mahnwache daran erinnern und die UN-Flagge hissen. Zum einen. Zum anderen wird in Kirchen an verschiedenen Orten des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin am Buß- und Bettag (19.11.) auf das Thema Gewalt aufmerksam gemacht. So auch in der Klosterkirche Neuruppin in einem Gottesdienst um 18 Uhr. Hier wird es speziell um Gewalt gegen Frauen gehen. In Klage und Gebet bringen wir vor Gott und zu Gehör, was Frauen erfahren und erlebt haben, wie sie an Körper und Seele verletzt wurden und ihnen ihre Würde genommen wurde. Und wir werden dabei auch bedenken, dass wir alle Verantwortung dafür tragen, dass nicht weggeschaut wird, also Gewalttaten nicht unter den Teppich gekehrt oder bagatellisiert werden. Es ist so wichtig, dass wir unsere Stimmen erheben und uns mit unter Gewalt leidenden Frauen solidarisieren. 
    Vielleicht sehen wir uns am kommenden Mittwoch in der Klosterkirche?

    Pfrn. Gabriele Zieme-Diedrich,
    Ev. Gesamtkirchengemeinde Ruppin

Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt

Auf der Tagung der Kreissynode im Frühjahr 2022 hat der evangelische Kirchenkreis Wittstock-Ruppin sein Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt beschlossen. Nun nach zwei Jahren Erfahrung wurde es, wie vorgesehen, überarbeitet. Die Kreissynode hat in ihrer Herbsttagung 2024 das überarbeitete und ergänzte Schutzkonzept – jetzt „Konzept für grenzwahrenden Umgang und zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin“ - verabschiedet.

Es soll helfen, im Kirchenkreis die Kultur der Achtsamkeit weiterzuentwickeln und dem Schutz der Mitarbeitenden vor unbegründeten Vermutungen und vor allem der Prävention aller Formen sexualisierter Gewalt dienen. Dazu gehören nicht nur strafrechtlich relevante Vorfälle, sondern auch Grenzverletzungen und Übergriffe. Beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitende werden sensibilisiert und geschult, damit sie Risiken erkennen und in Fällen von sexualisierter Gewalt professionell handeln können.

Im KK Wittstock-Ruppin gilt der Verhaltenskodex der EKBO und er wird zunehmend mit Leben gefüllt, damit die Kultur der Achtsamkeit wachsen kann.

Wenn Sie von Vermutungen sexualisierter Gewalt hören oder selbst betroffen sind, können Sie sich – auch erstmal anonym - an jede*n Mitarbeiter*in oder an die Beauftragten des Kirchenkreises wenden. Sie hören Ihnen zu und sind über mögliche Vorgehensweisen informiert. Mit Ihnen zusammen können sie die notwendigen Schritte einleiten.

Was jetzt wichtig ist

Das Gespräch suchen, um sich mit den Erkenntnissen zu sexualisierter Gewalt auseinanderzusetzen

Die ForuM-Studie gibt wegweisende Empfehlungen zur Verbesserung unserer Aufarbeitung, Präventions- und Interventionsarbeit.

Es gab und gibt in unserer Kirche Taten sexualisierter Gewalt. Es sind keine Einzelfälle. Die Evangelische Kirche wollte Aufklärung zum Ausmaß dieser Gewalt, wenn auch erst sehr spät. So wurde die von der EKD beauftragte „ForuM-Studie“ nach dreijähriger Arbeit im Januar 2024 veröffentlicht: Eine „Forschung zu sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland“. Darin wird der Zeitraum von 1946 bis 2020 beleuchtet. Hier finden Sie die gesamte Studie zum Nachlesen: www.forum-studie.de. Das unabhängige Wissenschaftsteam, der Forschungsverbund, hat systemisches Versagen der Evangelischen Kirche analysiert: Minderjährige wurden nicht ausreichend geschützt, von sexualisierter Gewalt betroffene Menschen wurden nicht gehört, begleitet und unterstützt, Täter wurden gedeckt. Mit dieser Studie gibt es eine Zäsur in unserer Kirche, denn die Ergebnisse zeigen auch: Es gibt Faktoren, die den Missbrauch begünstigt oder nicht verhindert haben. Betroffene Menschen kommen in der Studie ausführlich mit ihren Perspektiven auf die Täter und die kirchlichen Strukturen zu Wort. Was sie erlitten haben, wird zur Sprache gebracht. Ohne ihre Beharrlichkeit, oft auch gegen die administrativen Hürden und Abwehrhaltungen, wäre die Aufarbeitung nicht dort, wo sie heute steht. Die Landeskirche hat sich an der Zuarbeit zur ForuM-Studie gemäß den Vorgaben beteiligt. Sie haben sicherlich gehört und gelesen, dass in der Zuarbeit zu einem Teilprojekt der Studie Disziplinarakten der Pfarrpersonen seit 1946 ausgewertet wurden. Gemeldet wurden für den genannten Zeitraum aus der EKBO und ihren Vorgängerkirchen 41 Beschuldigte, davon 39 Pfarrer und 2 kirchliche Mitarbeiter. Wir gehen von 116 Betroffenen für diesen Zeitraum aus. Viele Personalakten sind noch nicht gesichtet. Das erfordert nächste Verabredungen und Schritte. Schon jetzt ist deutlich: Mit dieser Studie haben wir eine wichtige Arbeitsgrundlage für nötige Maßnahmen, für noch mehr Anstrengungen, aber damit ist das, was wir mit Aufarbeitung verbinden, längst nicht abgeschlossen. Wir sind mittendrin.

Die über vierzig Empfehlungen der Studie werden für eine verbesserte und weiter professionalisierte Arbeit mit allen Menschen, die sich unseren Gemeinden anvertrauen, besonders in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, wesentlich sein. Was ein gemeinsam abgestimmtes, nach einheitlichen Standards verbessertes Arbeiten in der Prävention und Intervention bedeutet, wird auf allen Ebenen der Evangelischen Kirche beraten und dann gemeinsam beschlossen.

Jetzt braucht es Zeit, nicht nur zur Lektüre der Ergebnisse, sondern auch zum klärenden Austausch, für Fragen und erste Antworten, und zwar in geschützten Gesprächsräumen. Beschweigen wäre dagegen toxisch. Es geht um Vertrauen und Glaubwürdigkeit und um die Veränderbarkeit von Strukturen in unserer Kirche. Es kann nicht nur um einige Nachjustierungen, um einzelne Aspekte oder Richtlinien gehen. Vielmehr befragen wir miteinander unsere Haltung, unsere Kultur und Sprache mit Blick auf Gewalt und diese besonders schwerwiegende Gewaltform.

Wenn Sie Fragen, Rückmeldungen oder Anregungen zum Umgang mit der ForuM-Studie an die Landeskirche haben, können Sie unter anderem die Landeskirchliche Beauftragte für den Umgang mit sexualisierter Gewalt, Frau Marion Eckerland (m.eckerland@ekbo.de; Tel: 03024344-423) kontaktieren. Material zur Präventionsarbeit und den Verhaltenskodex, der an jeden kirchlichen Ort gehört, stellt die kreiskirchliche Ansprechperson für Prävention und Krisenintervention, Frau Roswitha Döring (roswitha.doering@gemeinsam.ekbo.de; Tel: 015209015589) zur Verfügung. Sollten Sie von sexualisierter Gewalt betroffen sein oder einen Verdacht haben und Sie suchen nach einer Möglichkeit der anonymen und vertraulichen Beratung, dann steht für Sie folgende externe Ansprechstelle zur Verfügung:

Wendepunkt e.V.
Tel.: 0800 5 70 06 00 (kostenfrei)
Mo 11:00-12:30 Uhr
Mi  16:00-17:30 Uhr

Mail: vertrauensstelle-ekbo@wendepunkt-ev.de

Wendepunkt e.V. gibt gegenüber der Landeskirche keine Auskunft über die Inhalte der Telefonate.

Roswitha Döring

Gemeindepädagogin (FS)
Präventionsbeauftragte und
Ansprechperson in Fällen sexualisierter Gewalt

R.-Breitscheid-Str. 38

16816 Neuruppin

Telefon: 03391–775 3070
Mobil: 0152-090 155 89

E-Mail: roswitha.doering @ gemeinsam.ekbo.de

Spenden

Spenden für Kollekten

Kollekten unterstützen diakonische Projekte, helfen den eigenen Kirchengemeinden oder finanzieren Partnerkirchen weltweit: Kollekten sind eine wichtige Einnahmesäule für die Finanzierung kirchlicher Arbeit und werden traditionell im Gottesdienst gesammelt.

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