Krangener Kirche
Die einschiffige Saalkirche wurde 1837 im Stil des Klassizismus unter der Leitung von Christian Ludwig Jacoby nach Zeichnungen von Bauinspektor Hermann erbaut. Sie steht, umgeben vom Friedhof, auf dem weiten Anger und ist prägend für das Ortsbild.
Das Gebäude ist ein bemerkenswertes Beispiel der Schinkel-Schule. Nach Schinkel sollten Kirchen keine dunklen Andachtsräume, sondern helle Festsäle sein. So ist auch diese Kirche als ein breiter Saal mit hohen Rundbogenfenstern in Anlehnung an den Vorschlägen des Baumeisters für dörfliche "Normalkirchen" erbaut worden. Auf den Bau eines Kirchturms wurde damals wegen Geldmangel verzichtet. Eine Schwesterkirche des Krangener Gotteshauses steht in Wuthenow.
Der Kirchsaal wird nach oben von einer flachen Holzbalkendecke, nach Westen von einem Vorraum und nach Osten hinter der Altarwand von einem kleinen Gemeinderaum begrenzt. Die Inneneinrichtung ist nahezu unverändert erhalten. Der hölzerne, farbig gehaltene Kanzelaltar und die Emporen an den Langseiten stammen aus der Zeit der Erbauung. Auch der Altarkruzifix und das Leuchterpaar sind Werke einer Berliner Eisengießerei aus dieser Zeit.
Gegenüber vom Altar befindet sich ein Neurenaissance-Orgelprospekt von 1836/37. Die Orgel von ALBERT HOLLENBACH ist nicht mehr bespielbar.
Text (Quelle: Denkmale in Brandenburg): Martin Birke, Fotos: Volkward Busat, Martin Birke
OFFENE KIRCHE
Aktuell ist die Kirche nur zu Gottesdiensten oder Veranstaltungen geöffnet.