Orgeln

Die Orgel der Klosterkirche - faszinierend!

Die Orgel in der Klosterkirche Neuruppin wurde in den Jahren 1983/84 von der Orgelbauwerkstatt Sauer (Frankfurt/Oder) gebaut und am 12. April 1984 geweiht.

Sie wurde damals als neobarockes Instrument mit 24 klingenden Stimmen (Registern) auf von 2 Manualen und Pedal entworfen. Damit lässt sich also barocke Orgelmusik, wie z.B. die von Bach besonders gut darstellen.

Das Klangbeispiel mit Ausschnitten aus Samuel Scheidts "Magnificat" verdeutlicht den schönen und ausgewogenen Klang den die Orgel bereits in ihrer damaligen Gestalt hatte.

Sanierung und Erweiterung

Seit April 1984 steht die große Sauer-Orgel an ihrem Platz mitten in der Klosterkirche. Seither begleitet und intoniert sie den Gemeindegesang in den Gottesdiensten. Sie ist ein Tausende Besucher anziehender Magnet bei den vielen Konzerten für große – und kleine Hörer. Sie erfreut zahlreiche Besucher der „offenen Kirche“ wenn einfach jemand übt …

Seit 2017 strebten wir die dringend nötige Sanierung des Instrumentes an. Eine Renovierung war dringend nötig. Reger Gebrauch, Schmutz und Staub hatten der Mechanik und dem Pfeifenwerk so stark zugesetzt, dass Fehlfunktionen der Traktur häufiger und die Verstimmung der 1676 Pfeifen immer auffälliger wurden. Außerdem waren einige der in den 80er Jahren verwendeten Materialien ermüdet und mussten ersetzt werden.

Im Jahr 2023 wurde die Sanierung - und eine Erweiterung des Instrumentes - vollendet. Dabei wurde das Instrument um ein drittes Manualwerk mit zehn mehrfach einsetzbaren Pfeifenreihen und einem digitalen Samplermodul erweitert. Dadurch vervielfachen sich die Klangmöglichkeiten: Auch Musik der Romantik, der Moderne und Zeitgenössisches wird dann adäquat und authentisch dargestellt werden können.

Drei Jahre lang Vorfreude

Seit 2019 waren wir mit verschiedenen Orgelbauern in Kontakt, prüften die Möglichkeiten einer sinnvollen und optimalen Erweiterung. Die Firma Wilhelm Sauer Orgelbau, Franfurt/Oder, die auch schon die bestehende Orgel gebaut hat, wurde mit dem auftrag betraut. Seit Herbst 2018 reckte sich gegenüber der bestehenden Orgel ein Modell in die Höhe: So ähnlich würde der Erweiterungsbau aussehen.

Das neue Zwillings-Werk wurde an der gegenüber liegenden Wand aufgestellt bzw. angehängt und als Schwellwerk ausgeführt. Das heißt, alle Pfeifen der zehn neuen Registern (mit einigen Verlängerungen) stehen in einem relativ schalldichten Kasten mit stufenlos zu öffnenden Jalousie-Türen. Es wird elektronisch angesteuert und einige Stimmen dieses Schwellwerkes sind einzeln und zum Teil oktavversetzt auch von den bestehenden Manualen und dem Pedal spielbar. Dadurch werden die Pfeifenreihen mehrfach genutzt, was die Klangmöglichkeiten immens vergrößert.
Darüber hinaus erhielt die Orgel ein Samplermodul mit 11 weiteren Orgel- und 3 Perkussions-Stimmen.
Die bestehende Orgel und ihr mechanischer Spieltisch ist unverändert erhalten, gereinigt, saniert, intoniert und gestimmt worden. Die Mechanik wurde lediglich mit elektrisch steuerbaren Zugmagneten ausgerüstet, um sie vom neuen, zusätzlichen Spieltisch ansteuern zu können.

Das gesamte Zwillings-Werk wird von diesem frei im Kirchenraum beweglichen Spieltisch mit nunmehr drei Manualen gespielt.

Klangbeispiele

Hier können Sie das erweiterte Instrument hören.
Es handelt sich um Mitschnitte aus den Einweihungskonzerten vom 16. und 17. Juni 2023 mit
Frauenkirchenkantor Matthias Grünert (Dresden)

Bach vor acht: https://www.youtube.com/watch?v=uB8jCQS1nCA&t=52s
Die Orgel tanzt: https://www.youtube.com/watch?v=t-NkzMaZDjE&t=12s
Toccata: https://www.youtube.com/watch?v=CWaJaJt8SO8

und Prof. Wolfgang Seifen (Kevelaer)

Teil 1 https://youtu.be/4p74c2pJkZQ
Teil 2 https://youtu.be/kVWUwAhZHhk
Teil 3 https://youtu.be/9cFFA42xzDo
Teil 4 https://youtu.be/9_4bPb8VcsA
Teil 5 https://youtu.be/T84amqZpi5w
 

Auch wenn wir großzügige Förderung bekamen, brauchen wir die Unterstützung vieler kleiner und großer Spender, um das Projekt fertig zu finanzieren!
Durch in den vergangenen Jahren stark gestiegene Preise waren die Kosten erheblich gestiegen...

Wir sammeln noch Spenden und suchen Paten!

Die meisten der etwa 850 neuen Pfeifen haben inzwischen schon einen Paten / eine Patin gefunden. Aber über 150 suchen noch dringend! Noch sind für Spenden jeder Größenordnung -  20 € oder 2000 - die meisten Klangfarben und Größen zu haben. Gemeinsam finden wir das "Patenkind" das zu Ihnen passt!
Vielleicht sogar als Familiensträußchen ... ? Kleines Beispiel? Bitte schön:

Für Opa Alois vielleicht eine kräftige Gambe (dem Cello ähnlich) – am besten Ton „a“ – wie Alois! Zu Oma Christa passt vielleicht das „Salicional“, ein sehr sanftes, violinenartiges Register ganz gut? Der Ton „cis“ wäre zu „a“ sehr harmonisch!
Um das zu einem schön klingenden Akkord zu komplettieren, müssen die Enkel her: Emilia spielt Blockflöte und bekommt den Ton „e“ aus der Hohlflöte – das passt zu ihr. Und für ihren Bruder Anton, der ständig Terz macht (behauptet seine Schwester ...) haben wir eine Pfeife „a“ aus dem Orgelregister „Terz“ - das gibt es wirklich!

Es gibt auch Trompeten für den starken Auftritt, Oboen für die  Gefühlvollen, Bordune für die Brummer, Prinzipale für die "Bestimmer", Mixturen für die Mediziner, sogar eine "Himmelsstimme" und, und, und ...

Für besonders großzügige Spender stehen noch die neuen Prospektpfeifen bereit, inklusive Gravur ihres Namens auf der Rückseite des Pfeifenkörpers. Alle Spender und Paten werden auch auf einer Tafel "verewigt".

Lassen Sie Ihre Fantasie spielen und sich gern vom Kantor beraten! Sie können in der Grafik weiter unten sich „Ihre Pfeife“ aussuchen. Alle Pfeifen einer Stimme / eines Registers sind nebeneinander, mit der größten links beginnend. Ganz unten können Sie die Ton-Namen ablesen. Alle Pfeifen, die nicht grün abgeschattet sind, suchen noch einen Paten!

Schreiben Sie an Kantor Matthias Noack m.noack@kirche-wittstock-ruppin.de oder rufen Sie an: 03391-405192 bzw.: 0160-5098651

Man kann natürlich auch spenden, ohne Pate zu werden...

Selbstverständlich stellen wir Ihnen Spendenbescheinigungen aus.

Kirchenkreis Wittstock-Ruppin
IBAN DE08 1605 0202 1730 0063 68 (Sparkasse OPR)
Zweck: Orgel Klosterkirche Neuruppin + Name des Einzahlers